Eine SpaceX-Rakete | Bildquelle: AP

US-Raumfahrtunternehmen SpaceX entlässt viele Mitarbeiter

Stand: 12.01.2019 11:13 Uhr

SpaceX hat große Pläne: Die Firma von Elon Musk will erst zum Mond, dann zum Mars. Viel Arbeit, die in Zukunft von weniger Mitarbeitern erledigt werden muss. Hunderte der 6000 Angestellten werden entlassen.

Das private US-Raumfahrtunternehmen SpaceX will zehn Prozent seiner fast 6000 Angestellten entlassen. Das Personal müsse verschlankt werden, um ehrgeizige Projekte wie den Bau eines Raumschiffs für Missionen zum Mars zu verwirklichen, schrieb Firmenpräsidentin Gwynne Shotwell laut einem Bericht der "Los Angeles Times" in einer E-Mail an Mitarbeiter.

Entlassene Angestellte werde ein Gehalt für mindestens acht Wochen und andere Hilfen sowie Unterstützung bei der Suche nach einem neuen Job angeboten, hieß es in dem Bericht.

SpaceX-Chef Elon Musk stellte die Dragon-V2-Kapsel vor | Bildquelle: REUTERS
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Elon Musk will zum Mars. Für dieses Ziel rechnet er mit großen Kosten.

Geld sparen für Mars-Mission?

Die Maßnahme würde nur wegen außerordentlich schwieriger Herausforderungen ergriffen, die vor SpaceX lägen. Sonst wäre der Schritt nicht notwendig, teilte die Firma weiter mit.

Gründer Elon Musk schätzt etwa, dass die Entwicklung eines Raumschiffs, das Menschen zum Mars bringen könnte, bis zu zehn Milliarden Dollar verschlingen dürfte. Bevor die Firma dieses Ziel angeht, will SpaceX ab 2023 Flüge zum Mond anbieten.

Wettlauf im All

Der Wert der Firma wurde erst kürzlich auf fast 30 Milliarden Dollar geschätzt. SpaceX hat lukrative Verträge mit der US-Regierung und dem kommerziellen Sektor abgeschlossen. Wiederverwendbare Bauteile sollen die Raumfahrt deutlich billiger machen.

Auch Amazon-Gründer Jeff Bezos drückt bei seiner privaten Raketenfirma Blue Origin aufs Tempo. Ebenso engagiert sich sein britischer Milliardärs-Kollege Richard Branson im Geschäft mit Amateur-Astronauten.

Über dieses Thema berichtete MDR Aktuell am 12. Januar 2019 um 13:38 Uhr.

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