Schriftzug der Ratingagentur Standard & Poor's

Bewertung der US-Ratingagentur S&P-Bewertung für Deutschland ist makellos

Stand: 02.08.2012 12:33 Uhr

Die führende Ratingagentur Standard & Poor's hat Deutschland in der Schuldenkrise den Rücken gestärkt. Sie bestätigte die erstklassige Bewertung der Kreditwürdigkeit "AAA". Die US-Agentur hält auch am "stabilen" Ausblick für Deutschland fest. Das bedeutet: Es bestehe hier derzeit keine Gefahr einer Abstufung der Kreditwürdigkeit.

"Unserer Meinung nach hat Deutschland eine breit aufgestellte und wettbewerbsfähige Wirtschaft, die die Fähigkeit bewiesen hat, schwere wirtschaftliche und finanzielle Schocks zu verkraften", begründete S&P seine Haltung. Das Land habe sowohl die Wiedervereinigung als auch die Rezession im Jahr 2009 gemeistert.

Moody's entschied anders

Die andere große US-Ratingagentur Moody's hatte dagegen die Bewertung der deutschen Bonität auf den Prüfstand gestellt und den Ausblick für die Bundesrepublik auf "negativ" gesetzt. In den kommenden Monaten wird der S&P-Konkurrent aufgrund der weiteren Entwicklung entscheiden, ob er Deutschland die Spitzenbonität wegen der unsicheren Aussichten in der Schuldenkrise aberkennt.

Die Warnschüsse von Moody's hatten sich auch gegen deutsche Bundesländer gerichtet, mehrere Banken und Staatsunternehmen sowie den Eurorettungsfonds EFSF, der bislang ebenfalls eine Spitzennote hält. Der Markt der Ratingagenturen wird von den drei großen Agenturen Moody's, Standard & Poor's und Fitch dominiert.

Je besser das Rating, desto niedriger die Zinsen am Kapitalmarkt

Ein gutes Rating ist am Kapitalmarkt wichtig. Je besser die Note, desto niedriger sind in der Regel die Zinsen, die ein Schuldner zahlen muss. Deutschland gilt als sicherer Hafen in der Eurozone und kann sich zu entsprechend günstigen Konditionen Geld leihen. Jüngst war es Deutschland sogar gelungen, Staatsanleihen mit negativer Rendite unter die Investoren zu bringen - das Land zahlte damit weniger zurück als es sich geliehen hat.

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