Schlecker-Filiale

Verbliebene Filialen geschlossen Schlecker ist jetzt Geschichte

Stand: 27.06.2012 15:45 Uhr

Die letzten Läden der insolventen Drogeriemarktkette Schlecker sind endgültig zu. Planmäßig schlossen die Angestellten der verbliebenen 2800 Filialen um 15 Uhr die Geschäfte, wie die Insolvenzverwaltung mitteilte.

Sehr viele Märkte hätten bereits vorher geschlossen, weil sämtliche Waren verkauft gewesen seien, sagte ein Sprecher. Nach mehreren Rabattrunden der vergangenen Wochen hatte Schlecker für den letzten Verkaufstag noch einmal seine Preise gesenkt und sämtliche Produkte für 20 Cent angeboten.

Weitere 14.000 Mitarbeiter verlieren ihren Job

Mit der Schließung der Läden verlieren in Kürze knapp 14.000 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz. Weitere gut 10.000 Mitarbeiter waren bereits im März entlassen worden.

Die insolvente Drogeriekette war 1975 von Anton Schlecker gegründet worden und hatte zu ihren besten Zeiten europaweit 55.000 Mitarbeiter. Im Januar hatte Schlecker Insolvenz angemeldet. Bereits Ende März hatten 11.000 Schlecker-Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verloren. Die Gläubiger der Kette hatten Anfang Juni die Schließung des Unternehmens beschlossen, nachdem der Verkauf gescheitert war.

Zukunft von IhrPlatz bleibt offen

Offen ist derzeit noch die Zukunft der Tochterfirmen IhrPlatz und Schlecker XL. Die Verhandlungen mit zwei Investoren über den geplanten Verkauf von IhrPlatz sollen in den nächsten Tagen zu einem Ergebnis kommen. "Wir rechnen mit einer Entscheidung Ende dieser oder Anfang nächster Woche", sagte ein Sprecher der Insolvenzverwaltung.

Logo der Drogeriekette IhrPlatz an einer Filiale

Für IhrPlatz hat der Insolvenzverwalter noch Hoffnung.

IhrPlatz-Verwalter Werner Schneider sei derzeit weiter in enge Verhandlungen mit den Investoren. "Er wird bis zur letzten Sekunde versuchen, IhrPlatz zusammen mit Schlecker XL zu verkaufen", sagte der Sprecher. Neben der österreichischen MTH Retail Group sei auch der Münchner Investor Dubag erneut im Rennen. Der Verkauf an Dubag war zuvor wegen Uneinigkeit mit dem Gläubiger und Warenversicherer Euler Hermes gescheitert.