Der Sitz des Automobilzulieferers Schaeffler in Herzogenaurach

EU-Kartellstrafe wegen Preisabsprachen Schaeffler muss Millionen zahlen

Stand: 19.03.2014 12:46 Uhr

Die EU-Kommission hat gegen den Autozulieferer Schaeffler und mehrere andere Firmen wegen verbotener Preisabsprachen bei Kugellagern ein Bußgeld von insgesamt fast einer Milliarde Euro verhängt. Die höchste Strafe entfalle auf Schaeffler mit 370,5 Millionen Euro, teilten die Wettbewerbshüter in Brüssel mit.

Der Sitz des Automobilzulieferers Schaeffler in Herzogenaurach

Hohe Kartellstrafe für Schaeffler: Der Autozulieferer muss 370 Millionen Euro zahlen.

Der schwedische Konzern SKF müsse 315,1 Millionen Euro zahlen. Zudem seien mehrere japanische Firmen verdonnert worden. Das Kartell habe von 2004 bis 2011 Preise abgesprochen.

Bereits Gelder zurückgestellt

Die EU-Kommission ermittelt bereits seit über zwei Jahren gegen Autozulieferer und hatte im vergangenen Jahr Herstellern von Kabelbäumen Geldstrafen von insgesamt 142 Millionen Euro aufgebrummt. Die Industrie hatte mit weiteren hohen Strafzahlungen gerechnet. Schaeffler hatte bereits 380 Millionen Euro wegen zu erwartender Bußgelder zurückgestellt.

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KOMMENTARE

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Hugomauser 19.03.2014 • 16:15 Uhr

@Don.Corleone

"Wo bleibt d. Deutsche Justiz , die deutsche staatsanwaltschaft ?" Das ist Submissionsbetrug. Mal keine Bange, die werden sich dem schon noch annehmen, wenn nicht die Strafe bereits mit der Zahlung abgegolten ist. § 298 StGB: Wettbewerbsbeschränkende Absprachen bei Ausschreibungen (1) Wer bei einer Ausschreibung über Waren oder gewerbliche Leistungen ein Angebot abgibt, das auf einer rechtswidrigen Absprache beruht, die darauf abzielt, den Veranstalter zur Annahme eines bestimmten Angebots zu veranlassen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.