Ein Samsung-Nutzer hält ein Galaxy Note 7 in den Händen. | Bildquelle: REUTERS

Smartphone wird nicht mehr verkauft Samsung ruft alle Galaxy Note 7 zurück

Stand: 11.10.2016 04:26 Uhr

Samsung hat beim Galaxy Note 7 die Notbremse gezogen: Der südkoreanische Konzern stoppte den Verkauf des Smartphones und startete eine globale Rückrufaktion. Alle Kunden wurden aufgerufen, ihre Galaxy Note 7 abzuschalten.

Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung hat mit sofortiger Wirkung den weltweiten Verkauf des mit Problemen behafteten Galaxy Note 7 gestoppt und eine globale Rückrufaktion des Geräts gestartet. Zugleich rief das Unternehmen alle Kunden auf, ihre Geräte abzuschalten und nicht mehr zu benutzen.

Bei der Rückgabe ihrer Smartphones sollten Kunden entweder ihr Geld zurückbekommen oder ein Ersatzgerät eines anderen Typs erhalten. Zuvor hatte Samsung seine "Produktionsplanung geändert", ohne dies näher zu erläutern.

Auch Umtauschgeräte verursachen Probleme

Anlass für die drastischen Maßnahmen sind Berichte über brennende Smartphones. Kurz nach der Markteinführung des Note 7 im August fingen einige der Handys beim Aufladen der Akkus Feuer oder explodierten.

Am Wochenende waren vier weitere Fälle in den USA bekanntgeworden, in denen nach Angaben der Betroffenen Austauschgeräte in Brand gerieten. Am Mittwoch war ein Flugzeug in den USA kurz vor dem Start wegen eines brennenden Smartphones geräumt worden. Nach den Berichten kündigten die Mobilfunk-Betreiber AT&T, T-Mobile US und Verizon an, keine Galaxy Note 7 an ihre Kunden mehr auszugeben.

Bereits Anfang September hatte Samsung eine weltweite Umtauschaktion für rund 2,5 Millionen Geräte des Galaxy Note 7 wegen Brandgefahr bei den Akkus bekanntgegeben. Anfang Oktober hatte das Unternehmen dann den Verkauf in Südkorea wiederaufgenommen. Zuletzt war der Verkaufsstart in Europa für den 28. Oktober angekündigt worden.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 11. Oktober 2016 um 09:00 Uhr.

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