Samsung Galaxy Note 7 | Bildquelle: dpa

Vorfall an US-Flughafen Samsung-Handy brennt - Flugzeug evakuiert

Stand: 06.10.2016 03:35 Uhr

In den USA ist wegen eines brennenden Samsung-Handys Galaxy Note 7 ein startbereites Flugzeug geräumt worden. Samsung hatte mit dem Rückruf von einer Million Smartphones begonnen - wegen Brandgefahr durch Akkus. Das nun betroffene Handy soll bereits ein Austauschgerät gewesen sein.

Gut einen Monat nach Samsungs weltweitem Rückruf des Vorzeige-Smartphones Galaxy Note 7 wegen Brandgefahr hat ein solches Gerät Feuer in einem Flugzeug gefangen. Die Fluggesellschaft Southwest Airlines teilte mit, dass die Maschine auf dem Louisville International Airport (US-Bundesstaat Kentucky) deshalb noch vor dem Start nach Baltimore evakuiert werden musste. Verletzt worden sei niemand.

Aus dem Gerät vom Typ Samsung Galaxy Note 7 sei Rauch ausgetreten, sagte die Ehefrau des Besitzers. Besonders unangenehm für Samsung: Bei dem Handy, das in Flammen aufging, soll es sich um ein neues Smartphone handeln, das der Mann wegen der Pannenserie als Ersatzgerät vom Hersteller erhalten habe.

Explodiertes Samsung Smartphone von Brian Green auf einem Flugzeugsitz
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Das zerstörte Samsung-Smartphone auf einem Flugzeugsitz (Bild: Brian Green)

Samsung will Brandursache untersuchen

Samsung teilte mit, dass man das Handy nun untersuchen wolle, um die Ursache für den Rauch zu erforschen. Das Unternehmen hatte vor kurzem in den USA mit dem Rückruf von einer Million Smartphones seines neuen Top-Modells Galaxy Note 7 begonnen.

Grund für den Rückruf ist die Brandgefahr durch fehlerhafte Akkus. Die USA sind neben Südkorea eines der Länder, in denen bislang die meisten Probleme bekannt geworden sind.

Allein aus den Vereinigten Staaten erreichten Samsung nach eigenen Angaben 92 Berichte von überhitzten Akkus, von denen rund ein Drittel Feuer fingen und mehr als die Hälfte zu Sachschäden führten.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 06. Oktober 2016 um 05:00 Uhr

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