Samsung Galaxy Note 7 | Bildquelle: AFP

Überhitzung von Handy-Akkus Samsung ruft eine Million Galaxy Note 7 zurück

Stand: 16.09.2016 04:18 Uhr

Die Probleme von Samsung mit seinem Smartphone Galaxy Note 7 nehmen größere Ausmaße an: In den USA ruft der Hersteller nun gemeinsam mit der US-Verbraucherschutzbehörde eine Million der Geräte zurück. Bekannt wurde auch: Es gab mehr Zwischenfälle als bisher gedacht.

Von Wolfgang Stuflesser, ARD-Studio Los Angeles

Schon seit Anfang des Monats hatte Samsung weltweit allen Kunden angeboten, ihre  Note-7-Geräte zurückzunehmen. Jetzt aber hat der Konzern in den USA eine Rückrufaktion im juristischen Sinne eingeleitet: Damit ist die amerikanische Verbraucherschutzstelle “Consumer Product Safety Commission” mit im Boot.

Die Rückrufaktion wird damit deutlich aufwändiger und umfangreicher. Zum Beispiel dürfen jetzt auch eventuell noch vorhandene Restposten in den Läden und Online nicht mehr verkauft werden. Der Akku des Geräts kann sich beim Aufladen überhitzen und sogar explodieren. In den vergangenen Tagen hatte es immer wieder Berichte von Kunden gegeben, die beim Versuch, ihr Telefon zurückzugeben, auf Schwierigkeiten trafen. Die Technik-Webseite "The Verge" warf Samsung vor, die Kunden eher verwirrt als informiert zu haben.

explodiertes Samsung Galaxy Note 7 Handy | Bildquelle: AFP
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An dem explodierten Akku des Samsung Galaxy Note 7 verletzten sich viele Menschen

26 Fälle von Verbrennungen

Dongjin Koh, bei Samsung verantwortlich fürs Geschäft mit Mobilgeräten, sagte Anfang September, der Rückruf werde so viel kosten, dass ihm das Herz weh tue - aber am wichtigsten sei die Sicherheit der Kunden.

Es gab auch deutlich mehr Zwischenfälle als bisher bekannt: Nach Angaben der Verbraucherschutzagentur gab es in den USA 92 gemeldete Fälle von überhitzten Akkus, darunter 26 Fälle, in denen Menschen Verbrennungen erlitten, und 55 Fälle von Sachbeschädigungen, auch Feuer in Autos und in einer Garage.

Insgesamt wurden in den USA etwa eine Million Note-7-Geräte verkauft, weltweit sind es 2,5 Millionen.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 16. September 2016 um 06:02 Uhr

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