Passagiere stehen am Ryanair Serviceschalter am Flughafen Adolfo Suarez-Barajas in Madrid an | Bildquelle: dpa

Streik bei Billigfluglinie Ryanair will keine Entschädigung zahlen

Stand: 26.07.2018 14:45 Uhr

Auch am zweiten Streiktag bei Ryanair fallen zahlreiche Flüge von und nach Spanien, Belgien und Portugal aus. Für die Ausfälle und Verspätungen will die Billigfluglinie ihre Kunden aber nicht entschädigen.

Der irische Billigflieger Ryanair will seine Passagiere nicht für Flugausfälle und -verspätungen infolge des aktuellen Streiks entschädigen. Aufgrund der "außergewöhnlichen Umstände" werde sie nichts bezahlen, teilte Europas größte Billigairline mit.

Nach EU-Recht ist laut Ryanair keine Entschädigung fällig, wenn "die Gewerkschaft unangemessen und völlig außerhalb der Kontrolle der Fluggesellschaft handelt". Ryanair erklärte, alle 50.000 betroffenen Passagiere seien rechtzeitig umgebucht worden oder hätten den Preis des Flugtickets zurückerhalten. Fluggasthelfer-Portale kritisierten dagegen die Haltung der Airline als inakzeptabel.

Streiks in Spanien
Morgenmagazin 05:00 Uhr, 26.07.2018, Natalia Bachmayer, ARD Madrid

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Zweiter Streiktag ohne größere Zwischenfälle

Am zweiten Tag überraschte der Streik nur noch wenige Reisende. Im Gegensatz zu gestern wurden in Spanien, Portugal und Belgien nur wenige Flugverbindungen kurzfristig gestrichen, wie der Flughafen Brüssel mitteilte und Medien unter Berufung auf die Luftverkehrsbehörden berichteten. Nirgendwo gab es demnach größere Zwischenfälle oder Proteste.

Für Ärger sorgte gestern vor allem die kurzfristige Streichung dutzender Flüge von und nach Italien. Es ging dabei etwa um Verbindungen nach Pisa und Bergamo, die nicht auf der Liste der betroffenen Strecken genannt waren. Hier war der Ausstand nach 24 Stunden zu Ende gegangen.

Nach Angaben von Ryanair sollten wegen des Streiks heute insgesamt 300 Flüge programmgemäß ausfallen, davon 200 allein in Spanien. Auch an mehreren deutschen Flughäfen fielen gestern und heute Flugverbindungen aus. Darüber hinaus habe es vorerst keine sonstigen Störungen gegeben, teilte Ryanair in einer ersten Bilanz auf Twitter mit. Alle programmierten Flüge würden normal durchgeführt. Der Ausstand geht um Mitternacht zu Ende, wie die spanische Gewerkschaft SITCPLA verkündete.

Ryanair droht mit Stellenstreichungen

Die deutschen Gewerkschaften für Piloten und Flugbegleiter riefen bislang keinen Arbeitskampf bei Ryanair aus. Bei der Vereinigung Cockpit läuft eine Urabstimmung bis Ende Juli. Die Gewerkschaften stimmen sich auf europäischer Ebene ab und setzen sich für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne bei Ryanair ein.

Wegen der Ausstände der Piloten und der Flugbegleiter drohte das Ryanair-Management, die Posten von mehr als 100 Piloten und 200 Flugbegleitern bei der Flotte in Dublin zu streichen. Der Bestand der Maschinen in der irischen Hauptstadt solle von 30 auf etwa 24 verringert werden. Im Wachstumsmarkt Polen wolle man dagegen aufstocken, teilte Ryanair mit.

Streiks Ryanair | Bildquelle: dpa
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Seit gestern streiken die Piloten und Flugbegleiter bei Ryanair.

Kommentar: Streiks bei Ryanair - Minimalismus auf Kosten der Mitarbeiter
Silke Hahne, DLF
25.07.2018 19:42 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 26. Juli 2018 um 15:30 Uhr.

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