Finanzkrise in Osteuropa EU und IWF stützen auch Rumänien und Serbien

Stand: 25.03.2009 13:29 Uhr

Die internationale Finanz- und Bankenkrise trifft den rumänischen Immobilienmarkt schwer
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Die internationale Finanz- und Bankenkrise trifft den rumänischen Immobilienmarkt schwer.

Rumänien bekommt vom Internationalen Währungsfonds (IWF), der EU und weiteren internationalen Organisationen eine Krisenhilfe in Höhe von 19,95 Milliarden Euro zur Abfederung der globalen Wirtschaftskrise. Davon stellt der IWF 12,95 Milliarden Euro in einem zweijährigen Stand-by-Kredit zur Verfügung, erklärte der Chef der IWF-Mission, Jeffrey Franks, nach Abschluss der Verhandlungen in der rumänischen Hauptstadt Bukarest. Die Europäische Kommission trage fünf Milliarden Euro aus dem Notfallfonds der EU zu dem in Bukarest geschnürten Kreditpaket bei, hieß es weiter.

Beteiligt seien mit jeweils einer Milliarde Euro ferner die Weltbank sowie die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) zusammen mit anderen Instituten. An die Auszahlung des Milliardenkredits sind strenge Auflagen für die Regierung in Bukarest gekoppelt.

Auch Serbien hat sich mit dem IWF über einen Kredit in Höhe von drei Milliarden Euro geeinigt. Das berichtete der serbische Wirtschaftsminister Mladjan Dinkic nach zweiwöchigen Verhandlungen. Damit seien auch für die Refinanzierung der Schulden bei den ausländischen Privatbanken die Voraussetzungen geschaffen. Als Bedingung werde das wirtschaftlich schwer angeschlagene Serbien seine staatlichen Ausgaben drastisch beschneiden.

Wirtschaft schrumpft um vier Prozent

Neben Serbien und Rumänien hatten schon Ungarn, Lettland und der Ukraine zur Rettung seiner Wirtschaft auf Hilfen des IWF zurückgegriffen. Der IWF rechne damit, dass die Wirtschaft allein in Rumänien in diesem Jahr um vier Prozent schrumpfe, hieß es weiter. Nach Jahren hoher Wachstumsraten kämpft das ärmste EU-Land in Folge der Wirtschaftskrise derzeit mit massiven Kapitalabflüssen.

Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise in Ungarn
tagesthemen 22:15 Uhr, 24.03.2009, Thomas Morawski, ARD Wien zzt. Budapest

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