Blackberry hat neue Smartphones mit dem Betriebssystem "Blackberry 10" vorgestellt.

Blackberry stellt neue Modelle vor RIM heißt jetzt Blackberry

Stand: 30.01.2013 21:29 Uhr

Mit der langerwarteten Vorstellung neuer Handys und einer Namensänderung versucht der mittlerweile von vielen totgesagte Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) einen Neuanfang. Der deutsche Konzernchef Thorsten Heins erklärte, der Smartphone-Pionier werde in Zukunft nur noch "Blackberry" heißen.

Blackberry hat neue Smartphones mit dem Betriebssystem "Blackberry 10" vorgestellt.

Neue Smartphones und ein neues Betriebssystem sollen Blackberry wiederbeleben

Mit dem neuen Betriebssystem "Blackberry 10" und zwei neuen Smartphone-Modellen will der kanadische Konzern sein Überleben sichern. Das neue Smartphone Q10 hat wie die klassischen Blackberry-Geräte eine Tastatur, das zweite Smartphone Z10 stattdessen einen großen berührungsempfindlichen Bildschirm.

Übermächtige Konkurrenz auf dem umkämpften Markt

Mit den Handys will der Konzern den mittlerweile übermächtigen Rivalen Paroli bieten - vor allem dem iPhone von Apple sowie Handys mit dem Betriebssystem Android, die den Markt seit dem dramatischen Absturz von RIM fast unter sich aufteilen. "Die neuen Blackberry-Geräte bieten im Gegensatz zu ihren Vorgängermodellen unter anderem eine umfangreiche Auswahl an sogenannten Apps - auf die Handys zugeschnittene Miniprogramme.

Analysten sind nicht überzeugt

Dennoch konnte der Neustart die meisten Branchenexperten nicht ganz überzeugen. Nach anfänglichen Kursgewinnen fiel die RIM-Aktie in New York um mehr als sieben Prozent. In den vergangenen vier Jahren hatten die Anteilsscheine zwischenzeitlich bis zu 90 Prozent ihres Wertes eingebüßt, bevor die Hoffnung auf einen Neustart den Kurs in den vergangenen vier Monaten verdoppelte. In Nordamerika fiel der Marktanteil der Blackberry-Telefone in drei Jahren von über 40 Prozent auf derzeit zwei Prozent.