Rentenbescheid | Bildquelle: picture alliance / dpa

Rentenkassen Reserven auf Rekordhoch erwartet

Stand: 18.08.2018 14:59 Uhr

Die Reserven der gesetzlichen Rentenkasse steuern voraussichtlich auf ein Rekordhoch zu. Bis Ende 2018 steigt die Rücklage nach Schätzungen der Deutschen Rentenversicherung auf rund 37,3 Milliarden Euro.

Die Reserven der gesetzlichen Rentenkasse wachsen dank guter Konjunktur voraussichtlich stärker als zuletzt prognostiziert. Nach neuen Schätzungen der Deutschen Rentenversicherung steigt die Rentenrücklage bis Ende Dezember auf rund 37,3 Milliarden Euro, wie der "Spiegel" berichtet.

"Stabiler Arbeitsmarkt"

Noch Ende Juni hatte die Deutsche Rentenversicherung mit einem Anstieg der Reserve auf 34,8 Milliarden Euro gerechnet - das wären rund 1,4 Milliarden Euro mehr als Ende 2017 gewesen. Ende Juli 2018 lag die Rücklage dem Bericht zufolge bei 34,1 Milliarden Euro.

Die positive Entwicklung erklärt die Rentenversicherung dem Bericht zufolge mit dem "stabilen Arbeitsmarkt". Der Anstieg der versicherungspflichtigen Beschäftigung lasse die Beitragseinnahmen sprudeln: Die Pflichtbeiträge aus Erwerbsarbeit stiegen in den ersten sieben Monaten des Jahres auf rund 120 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sei das ein Plus von 4,4 Prozent.

Hoch wird nicht lange halten

Allerdings wird die Entspannung dem Bericht zufolge von überschaubarer Dauer sein. So belasten die Reformen der vergangenen Legislaturperiode wie die Mütterrente oder die Rente mit 63 die Rentekasse stark.

Die Rentenversicherung prognostizierte, im Jahr 2023 müsse der Beitragssatz von derzeit 18,6 Prozent des Bruttolohnes angehoben werden. Ziel der Großen Koalition ist, dass der derzeitige Beitragssatz bis 2025 aber nicht über 20 Prozent steigt.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 18. August 2018 um 07:00 Uhr in den Nachrichten.

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