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Von Triple-A bis D Ratingagenturen und ihre Bewertungen

Stand: 14.07.2011 11:59 Uhr

Ratingagenturen bewerten die Kreditwürdigkeit von Unternehmen, Banken, Staaten und Papieren. Die weltweit einflussreichsten Ratingagenturen sind Standard & Poor's (S&P) sowie Moody's und Fitch. Für ihre Einstufungen verwenden Ratingagenturen Buchstabencodes. Die Skala beginnt in der Regel mit der Bestnote "AAA" ("Triple-A"), die beispielsweise Deutschland regelmäßig erhält. Es folgen "AA", "A", "BBB", "BB", "B", "CCC", "CC", "C" - und schließlich "D".

Die meisten Stufen können mit Plus- und Minuszeichen noch feiner unterteilt werden. Ab "BB+" beginnt der spekulative Bereich, der auch "Ramsch" ("Junk") genannt wird. Eine Einstufung mit "D" bedeutet, dass der Schuldner nicht mehr bezahlen kann.

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Die Agenturen Standard & Poor's, Moody's und Fitch beherrschen den Rating-Markt.

Je schlechter die Ratingagenturen die Bonität eines Schuldners beurteilen, desto teurer und schwieriger wird es für ihn, sich am Kapitalmarkt Geld zu besorgen. Eine generelle Aussage darüber, wie viele Prozentpunkte eine Herabstufung Kredite teurer macht, ist aber nicht möglich - die Bewegungen an den Märkten sind von zu vielen Faktoren beeinflusst, um dazu eine Aussage treffen zu können.

Was sind Fakten - was ist Meinung?

Unumstritten sind die Einstufungen der Agenturen nicht - Kritiker bemängeln zum Beispiel, es bleibe oft unklar, welcher Anteil der Einschätzungen auf Fakten und Berechnungen beruht und was Meinung ist. Besonders stark ist die Kritik an den Ratingagenturen seit der Finanzmarktkrise - damals hatten sie zahlreiche Ramschpapiere als sichere Geldanlage eingestuft, daher wurde ihnen eine Mitschuld an der Krise gegeben.