Tastatur auf einem Schreibtisch | Bildquelle: dpa

Beschäftigte in Deutschland Jeder Zehnte hat überlange Arbeitszeiten

Stand: 02.10.2020 12:57 Uhr

Vollzeitkräfte in Deutschland arbeiten im Schnitt 41 Stunden pro Woche. Für jeden Zehnten sind aber mehr als 48 Stunden Alltag. Viele Beschäftigten sind seit mindestens zehn Jahren beim selben Arbeitgeber.

Für jeden zehnten Beschäftigten in Deutschland sind überlange Arbeitszeiten Alltag: 9,7 Prozent arbeiteten 2019 jede Woche länger als 48 Stunden, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Mit steigendem Alter verlängern sich die Arbeitszeiten, weil dies besonders Führungskräfte betrifft, von denen es unter den älteren Arbeitnehmern besonders viele gibt. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von Vollzeitkräften in Deutschland lag im vergangenen Jahr bei 41 Stunden.

Fast jeder Vierte arbeitet samstags

Die Auswertung des Statistischen Bundesamts zur "Qualität der Arbeit" im Jahr 2019 ergab auch, dass fast ein Viertel der Erwerbstätigen ständig oder regelmäßig an Samstagen arbeitet. An Sonntagen waren im vergangenen Jahr 12,8 Prozent der Beschäftigten regelmäßig im Einsatz. Damit liegt Anteil der Wochenendarbeiter in der Bundesrepublik allerdings unter dem EU-Durchschnitt.

Viele bleiben lange beim selben Arbeitgeber

Viele Menschen in Deutschland halten ihrem Arbeitgeber lange die Treue. 44,3 Prozent der Beschäftigten waren 2019 seit mindestens zehn Jahren bei ihrem aktuellen Arbeitgeber. Nachdem sich dieser Wert lange auf einem ähnlichen Niveau bewegte, sank er zuletzt leicht und liegt nun mehr als drei Prozentpunkte niedriger als vor zehn Jahren.

Mit dem aktuellen Wert liegt Deutschland in Sachen Betriebstreue leicht unter dem Durchschnitt der EU-Staaten. Die höchsten Anteile von Beschäftigten mit einer Betriebszugehörigkeit von mindestens zehn Jahren gab es 2019 in Griechenland mit 55,9 Prozent, in Italien mit 54,9 Prozent und in Portugal mit 51,3 Prozent.

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