Nabendeckel mit den Logos von Opel und Peugeot | Bildquelle: dpa

Konzernübernahme Peugeot kauft Opel für 1,3 Milliarden Euro

Stand: 06.03.2017 07:48 Uhr

Der französische Konzern PSA hat sich mit General Motors auf einen Kaufpreis für den Autobauer Opel geeinigt. Die Franzosen zahlen 1,3 Milliarden Euro für Opel und die britische Schwester Vauxhall. Weitere 900 Millionen erhält GM für die Finanzierungsgesellschaft GM Financial.

Nach langen Verhandlungen hat sich der französische Autokonzern PSA mit dem US-Unternehmen General Motors (GM) auf die Übernahme des Autobauers Opel geeinigt. Der Kaufpreis für die GM-Europasparte mit den Marken Opel und Vauxhall liegt bei 1,3 Milliarden Euro, wie die Unternehmen in Paris mitteilten. PSA mit seinen bisherigen Marken Peugeot, Citroën und DS will damit zum zweitgrößten Automobilhersteller in Europa hinter Volkswagen aufsteigen mit einem Marktanteil von 17 Prozent. Bis 2026 erwartet PSA durch den Zusammenschluss mit Opel jährliche Synergien in Höhe von 1,7 Milliarden Euro.

Weitere 900 Millionen Euro erhält GM für das europäische Geschäft des Absatzfinanzierers GM Financial, das Peugeot zusammen mit der französischen Bank BNP Paribas übernimmt. GM Financial ist ein Finanzdienstleister, der private und insitutionelle Autokäufer berät und Finanzierungsmodelle anbietet. Das gesamte Transaktionsvolumen liegt damit bei 2,2 Milliarden Euro; 1,8 Milliarden davon trägt Peugeot, rund 400 Millionen die Pariser Bank.

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Beschäftigungsgarantie bis 2018

Mit Blick auf die Jobsicherheit der Angestellten versprach PSA-Chef Carlos Tavares: "Wir respektieren die Verpflichtungen, die GM gegenüber den Mitarbeitern von Opel/Vauxhall eingegangen ist." Der Konzernchef hatte der Bundesregierung eine Beschäftigungsgarantie für die deutschen Arbeitnehmer bis Ende 2018 gegeben. Was danach passiert, ist jedoch nicht klar. Opel beschäftigt in Deutschland gut 19.000 Menschen und hat neben dem Stammwerk in Rüsselsheim auch Fabriken in Kaiserslautern und Eisenach sowie ein Ersatzteilzentrum in Bochum. Am Firmensitz in Rüsselsheim ist heute eine Betriebsversammlung geplant.

Opel schreibt seit Jahren rote Zahlen, im vergangenen Jahr stand die GM-Europasparte operativ mit 257 Millionen Dollar (241 Mio Euro) in den Miesen. PSA dagegen machte unter dem Strich einen satten Gewinn von 1,7 Milliarden Euro. PSA war selbst in den vergangenen Jahren mit einem harten Sanierungskurs und Stellenabbau in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt.

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