PSA-Konzernchef Carlos Tavares | REUTERS

Opel-Mutterkonzern PSA-Aktionäre für Fusion mit Fiat Chrysler

Stand: 04.01.2021 13:17 Uhr

Mit dem Zusammenschluss von PSA und Fiat Chrysler soll der viertgrößte Autokonzern der Welt entstehen. Nun haben die Aktionäre des Opel-Mutterkonzerns der geplanten Fusion zugestimmt. Konzernchef Tavares sprach von einem "historischen Augenblick".

Die Aktionäre des französischen Automobilkonzerns PSA haben die Megafusion mit dem US-italienischen Wettbewerber Fiat Chrysler (FCA) mit überwältigender Mehrheit gebilligt. Das teilte das Unternehmen nach einer virtuellen Hauptversammlung mit. Mehr als 99,8 Prozent der Anteilseigner stimmten für den Zusammenschluss.

"Wir sind bereit für diese Fusion", sagte PSA-Konzernchef Carlos Tavares, der auch den neuen Verbund mit dem Namen "Stellantis" führen soll. Umgesetzt werden solle der Zusammenschluss "sehr schnell", der Termin werde bald mitgeteilt. Der aus Portugal stammende Topmanager sagte, dass sich zwei gesunde Unternehmen zusammenschließen. "Das ist ein historischer Augenblick."

Neuer Verbund wird 14 Marken führen

Die EU-Wettbewerbshüter hatten der Fusion im Dezember mit Auflagen zugestimmt. Mit dem Zusammenschluss soll der viertgrößte Autokonzern der Welt entstehen. Der neue Verbund mit großen Standbeinen in Europa und in Nordamerika wird 14 Marken führen, darunter sind Opel, Peugeot, Citroën, Chrysler, Jeep, Alfa Romeo, Lancia, Abarth oder Dodge.

Fiat Chrysler und PSA setzten vor der Corona-Krise zusammen rund 8,7 Millionen Fahrzeuge pro Jahr ab und hatten einen Umsatz von 170 Milliarden Euro. Nur noch Volkswagen, Toyota und der französisch-japanische Renault-Nissan-Verbund waren 2019 größer.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 in der Wirtschaftam 04. Januar 2021 um 11:40 Uhr.