Logo Fiat und Peugeot | Bildquelle: REUTERS

Autohersteller PSA und Fiat Chrysler beschließen Fusion

Stand: 18.12.2019 11:52 Uhr

Nun ist es also beschlossen: Die Opel-Mutter PSA und Fiat Chrysler gehen zusammen. Durch ihre Mega-Fusion soll der viertgrößte Autohersteller der Welt entstehen. Die Wettbewerbsbehörden müssen noch zustimmen.

Nach wochenlangen Verhandlungen haben die Opel-Mutter PSA und Fiat Chrysler ihre Fusion beschlossen. Sie unterschrieben dazu eine entsprechende Vereinbarung, wie die Konzerne mitteilten. Sie wollen den viertgrößten Autohersteller der Welt schmieden und ein "Hauptakteur" der Branche werden.

Bereits Ende Oktober hatten sich die Unternehmen darauf geeinigt, Fusionsgespräche zu führen. Damit hatten sie Wirbel in der schwächelnden Branche ausgelöst.

Der Zusammenschluss muss noch von Wettbewerbsbehörden genehmigt werden. Auch die Aktionäre müssen noch zustimmen. Die Fusion soll laut Mitteilung in den nächsten 12 bis 15 Monaten umgesetzt werden.

Fiat Chrysler und PSA fusionieren zum viertgrößten Autokonzern der Welt
tagesschau 20:00 Uhr, 18.12.2019, Torsten Beermann, ARD Paris

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170 Milliarden Euro Umsatz

Nur noch Volkswagen, Toyota und der französisch-japanische Renault-Nissan-Verbund sind größer als der neue Auto-Gigant. Der neue Konzern will zusammen rund 8,7 Millionen Fahrzeuge pro Jahr absetzen. Man will auf einen Jahresumsatz von knapp 170 Milliarden Euro kommen und einen jährlichen Betriebsgewinn von mehr als 11 Milliarden Euro erzielen - ohne die Marken der Zulieferer Magneti Marelli und Faurecia. Beschäftigt werden nach früheren Angaben des französischen Wirtschafts- und Finanzministeriums rund 400.000 Menschen.

"Stärkere Position einnehmen"

PSA-Konzernchef Carlos Tavares, der als knallharter Sanierer gilt, betonte, die Fusion sei "eine hervorragende Gelegenheit, eine stärkere Position in der Automobilindustrie" einzunehmen. Es gehe darum, den Übergang zu einer "sauberen, sicheren und nachhaltigen Mobilität" zu meistern. Der neue Verbund sehe sich in der Lage, in neue Techniken zu investieren.

FCA-Chef Mike Manley erinnerte daran, dass sowohl sein Unternehmen als auch PSA schwierige Zeiten durchgemacht hätten und nun zu "agilen Konzernen" aufgestiegen seien. Mit der Fusion sollen etwa 3,7 Milliarden Euro eingespart werden - ohne eine Fabrik zu schließen.

Druck der Branche

Die Branche steht unter einem enormen Druck, deshalb ist der Schulterschluss der Hersteller kein Zufall. Autobauer müssen Milliarden in autonome Autos und Elektromobilität investieren.

Fiat Chrysler hat zudem besondere Probleme. Denn der Hersteller hatte unter der Führung des verstorbenen Sergio Marchionne auf große Investitionen in Elektroantriebe verzichtet. Derzeit ist der Konzern vor allem mit den großen Spritschluckern der Marken Jeep und Ram in den USA erfolgreich.

Im neuen Unternehmen wird ein Zusammenschluss "unter Gleichen" mit einem ausgewogen besetzten Verwaltungsrat angestrebt. Der Portugiese Tavares wird Vorstandsvorsitzender. Der FCA-Verwaltungsratsvorsitzende John Elkann übernimmt diese Rolle auch in dem neuen Unternehmen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 18. Dezember 2019 um 12:00 Uhr.

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