Hausarzt beim Blutdruck messen | Bildquelle: ARD aktuell

Berichte über massive Beitragserhöhungen Für Privatpatienten wird's teurer

Stand: 29.09.2016 09:55 Uhr

Wer privat krankenversichert ist, muss sich wohl auf höhere Beiträge einstellen: Medienberichten zufolge sind ab 2017 Steigerungen von bis zu zwölf Prozent möglich. Betroffen sind demnach zwei Drittel der neun Millionen privat Krankenversicherten.

Sechs Millionen privat Krankenversicherte müssen sich Medienberichten zufolge auf massive Beitragserhöhungen ab dem kommenden Jahr einstellen. Die Versicherung werde für sie im kommenden Jahr im Durchschnitt elf bis zwöf Prozent teurer. Das berichten die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", die "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten". Die niedrigen Zinsen machten es auch den Versicherern schwer, Einnahmen am Kapitalmarkt zu erwirtschaften. In einigen Fällen seien daher auch gut doppelt so hohe Prämienanhebungen denkbar. Zusatzkosten in Höhe von 50 Euro im Monat und mehr seien möglich, schreibt die FAZ unter Berufung auf informierte Kreise.

Kostenexplosion bei privaten Krankenkassen
nachtmagazin 00:00 Uhr, 30.09.2016, Marcus Overmann, ARD Berlin

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Die Benachrichtigung der Kasse über die Beitragssteigerungen würden die meisten Versicherten Anfang November erhalten. In Deutschland sind etwa neun Millionen Menschen privat versichert.

Volker Leienbach, (rechts), geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Verbandes der privaten Krankenkassen. | Bildquelle: dpa
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Volker Leienbach, Vorstandsmitglied beim Verband der Privaten Krankenversicherungen, spricht von "untypischen Beitragserhöhungen".

Volker Leienbach, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Verbandes der Privaten Krankenversicherung, bestätigte auf Anfrage der "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten", dass es zu "untypischen Beitragserhöhungen" kommen werde. Auf genaue Zahlen legte er sich allerdings nicht fest.

Beitragserhöhung wegen niedriger Zinsen

Leienbach begründete die Anhebungen mit der anhaltenden Niedrigzinsphase auf den Finanzmärkten. "Was am Kapitalmarkt nicht zu erwirtschaften ist, muss durch eine Erhöhung der Vorsorge ausgeglichen werden", sagte er. Dies sei gesetzlich vorgeschrieben. Davon seien Privatversicherte ebenso betroffen wie andere Sparer", sagte Leienbach und fügte hinzu: "Ohne die Auswirkungen der Niedrigzinsen wäre die PKV-Beitragsentwicklung auch in diesem Jahr unauffällig." Schon seit Jahren liege der Ausgabenanstieg der privaten nicht über derjenigen der Gesetzlichen Krankenversicherung.

Während Unionspolitiker sich angesichts der deutlichen Prämienanhebungen laut FAZ dafür aussprachen, Gesetze zu ändern, lehnt der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach dies ab: "Wir sind nicht die Knechte der PKV-Lobby, diese Zeiten sind vorbei", sagte er. Auch mache die SPD sich unglaubwürdig, wenn sie einerseits für die Abschaffung der PKV durch eine Bürgerversicherung werbe, andererseits "Rettungspakete für die Privatversicherung" schnüre.

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