Postbank-Zentrale in Bonn | Bildquelle: dpa

Tarifkonflikt bei Postbank Einigung auf mehr Geld in zwei Etappen

Stand: 10.10.2019 13:24 Uhr

Im Tarifkonflikt bei der Postbank hatten sich die Verhandlungspartner in der Nacht geeinigt: Es soll mehr Geld in zwei Schritten geben, drei Prozent ab November und weitere 1,75 Prozent ab Januar 2021.

Es gibt eine Einigung in dem Tarifstreit bei der Postbank. Wie ein Mitglied der ver.di-Verhandlungskommission sagte, soll es in zwei Stufen mehr Gehalt geben: Ab November wird drei Prozent mehr gezahlt und ab Januar 2021 weitere 1,75 Prozent. Die Laufzeit des Vertrages betrage 29 Monate. Außerdem sei der Kündigungsschutz bis 2023 verlängert worden. "Es ist ein ziemlich umfassendes Paket", sagte der ver.di-Vertreter.

Die zur Deutschen Bank gehörende Postbank bestätigte einen Tarifabschluss. Details würden im Laufe des Tages bekanntgeben, sagte ein Sprecher des Bonner Unternehmens auf Anfrage.

Warnstreiks in den vergangenen Monaten

Am 1. Oktober hatte die Postbank ihr Tarifangebot für rund 12.000 Beschäftigte nachgebessert, um unbefristete Streiks abzuwenden. Es sah bei einer Laufzeit von 29 Monaten eine Gesamterhöhung der Tarifgehälter von rund 4,1 Prozent vor. Ver.di hatte sieben Prozent verlangt, wobei die Gehaltssteigerung wahlweise auch in Freizeit wandelbar sein sollte.

Die Beschäftigten der Postbank können nach Angaben der Gewerkschaft wählen, ob die Gehaltserhöhungen ausgezahlt oder in Freizeit umgewandelt werden sollen. Der Tarifeinigung müssen noch die ver.di-Mitglieder bei der Postbank in einer Urabstimmung zustimmen.

In den vergangenen Wochen und Monaten hatte es Warnstreiks in dem Tarifkonflikt bei der Postbank gegeben.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 10. Oktober 2019 um 08:15 Uhr und 09:45 Uhr in den Nachrichten.

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