Eintägiger Generalstreik in Portugal: Die Tore zur Metro sind dicht

Generalstreik gegen Sparkurs Portugal steht teilweise still

Stand: 27.06.2013 11:31 Uhr

Im hoch verschuldeten Euro-Krisenland Portugal hat ein eintägiger Generalstreik gegen das Sparprogramm der Mitte-Rechts-Regierung begonnen. Medien berichteten von einer hohen Beteiligung vor allem unter den Staatsbediensteten.

Stark beeinträchtigt ist der öffentliche Nahverkehr: In der Hauptstadt Lissabon fahren keine Züge, auch die Metro nicht. Auch die Müllabfuhr und die Postverteilung seien praktisch völlig zum Erliegen gekommen, berichteten Medien. Der Ausstand ist auch in Krankenhäusern, Universitäten und Schulen deutlich zu spüren. Die staatliche Fluggesellschaft TAP hatte angekündigt, es könne zu Unterbrechungen im Flugverkehr kommen. Sie hatte aber im Vorfeld keine Flüge gestrichen.

Eintägiger Generalstreik in Portugal: Die Tore zur Metro sind dicht

Eintägiger Generalstreik in Portugal: Die Tore zur Metro sind dicht

Gewerkschafter: Die Regierung schwächen

Zu dem Ausstand aufgerufen haben die beiden wichtigsten Gewerkschaftsdachverbände des Landes (CGTP und UGT) mit mehr als einer Million Mitglieder. Sie wollen damit gegen den Sparkurs der Regierung protestieren. Man werde die Regierung schwächen, die in zwei Jahren 300.000 Jobs vernichtet habe, sagte CGTP-Gewerkschaftchef Armenio Carlos. Im ganzen Land soll es neben dem Ausstand auch zahlreiche Kundgebungen geben. Gefordert werden Neuwahlen und eine neue Wirtschafts- und Sozialpolitik. Es ist der vierte Generalstreik binnen zwei Jahren.

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KOMMENTARE

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wiesengrund 27.06.2013 • 19:04 Uhr

@Einfach Unglaublich, 16:18 - Irrtum?

Gehe ich recht in der Annahme, dass Sie übersehen, dass die Verschuldung des portugiesischen Staatsapparates nicht verursacht worden ist, weil "die" Portugiesen weit über ihre Verhältnisse gelebt haben, sondern weil die portugiesischen Zocker-Banken, die sich verspekuliert hatten, mittels riesiger Geldsummen vor dem Bankrott gerettet worden sind?