Ein Paketbote lädt Pakete in einen Transporter. | Bildquelle: dpa

Zuschläge der Paketdienste Weihnachtsgeschenke mit Aufpreis

Stand: 31.10.2019 15:13 Uhr

Die Wochen vor Weihnachten sind für Paketzusteller der pure Stress. Auch deshalb verlangen viele Paketdienste von gewerblichen Kunden in diesem Jahr Zuschläge. Der Marktführer verzichtet auf einen pauschalen Aufpreis.

Viele deutsche Paketdienste verlangen in diesem Jahr von Online-Händlern und anderen gewerblichen Versendern Zuschläge in der Weihnachtszeit. In den Wochen vor dem Fest würden deutlich mehr Pakete zugestellt als im Jahresdurchschnitt. Das verteuere die Zustellung erheblich, begründete Peter Rey vom Paketdienst DPD die Entscheidung. DPD verlangt demnach von Geschäftskunden in der Regel rund 75 Cent mehr pro Paket.

Zuerst hatte die "Wirtschaftswoche" darüber berichtet. Demnach erhebt Hermes bis Jahresende einen sogenannten "Peak-Zuschlag", der auch für Retouren gelte. Die Höhe der Aufschläge verhandele Hermes mit seinen Geschäftskunden individuell.

Bei UPS gelten laut der Zeitung Aufschläge insbesondere für große und schwere Pakete. Der Marktführer Deutsche Post DHL wolle hingegen auf einen pauschalen Aufpreis für Sendungen vor den Feiertagen verzichten. Die Zeit vor Weihnachten ist Hochsaison für die Paketdienste - sie müssen bis zu 50 Prozent mehr Sendungen ausliefern.

Tausende Mitarbeiter gesucht

Ob die Endkunden beim Online-Shopping die Preisaufschläge zu spüren bekommen, ist ungewiss. Denn jeder Händler entscheidet, ob er den Preisaufschlag der Paketdienste an seine Kunden weitergibt.

Der Trend zum Online-Shopping gerade zu Weihnachten stellt die Paketdienste vor große Herausforderungen. Die Post rechnet damit, an den arbeitsreichsten Tagen vor dem Fest in diesem Jahr rund elf Millionen Pakete pro Tag ausliefern zu müssen. Die meisten Paketdienste suchen daher Aushilfen. Allein die Post wird vor dem Fest ungefähr 10.000 Zusatzkräfte beschäftigen, DPD etwa 4000, Hermes sucht bis zu 6500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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