Lieferfahrzeuge von Flaschenpost fahren auf dem Gelände eines Logistikzentrums | Bildquelle: dpa

Boomendes Geschäft Oetker kauft Lieferdienst Flaschenpost

Stand: 02.11.2020 13:05 Uhr

In der Pandemie sind Lieferdienste hochgefragt. Dieses Geschäft baut Oetker nun massiv aus. Der für Pudding-Pulver, Pizza und seine Brauereien bekannte Familienkonzern übernimmt den Getränkeservice Flaschenpost.

Der Oetker-Konzern übernimmt den Getränkelieferanten Flaschenpost. Das teilte das Familienunternehmen mit, ohne einen Kaufpreis zu nennen. Oetker wolle den 2016 gegründeten Anbieter aus Münster mit seinem Online-Lieferdienst Durstexpress zusammenführen, hieß es in einer Mitteilung. Die Kartellbehörden müssen dem Geschäft noch zustimmen.

Flaschenpost war 2016 als Startup gegründet worden und in den folgenden Jahren stark gewachsen. Nach eigenen Angaben ist es inzwischen an 22 Standorten vertreten und liefert 60.000 Kisten am Tag aus. Die Corona-Pandemie hatte das Geschäft der Lieferdienste in diesem Jahr boomen lassen.

Milliardenerlös aus dem Reederei-Verkauf

Teil des Oetker-Konzerns ist Radeberger, die größte Brauereigruppe Deutschlands, mit Marken wie Jever, Schöfferhofer oder Clausthaler. Insgesamt besteht Oetker aus ungefähr 400 Firmen - vom Lebensmittelgeschäft über Spirituosen bis hin zu Luxushotels und der Privatbank Lampe. Seine Reederei Hamburg Süd hatte Oetker 2017 für 3,7 Milliarden Euro an den dänischen Maersk-Konzern verkauft.

Mit der Übernahme von Flaschenpost will der Konzern nun seine Position im Getränkemarkt ausbauen. Medienberichte über einen Kaufpreis von 1 Milliarde Euro bestätigte das Unternehmen nicht. Diese Summe hatte der Informationsdienst "Deutsche Startups" genannt.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 02. November 2020 um 15:00 Uhr.

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