Prognose der OECD Deutsche Wirtschaft hängt Euro-Staaten ab

Stand: 28.03.2013 13:49 Uhr

Verladekräne mit Containern in Hafen in Duisburg
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Für die deutsche Wirtschaft geht es auch dank der Exporte wieder bergauf.

Die deutsche Wirtschaft behauptet ihre Rolle als Wachstumslokomotive in Europa. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sagt in ihrer neuen Prognose voraus, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt zwischen Januar und März um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zulegen wird. Gegenüber dem ersten Quartal 2012 wäre das ein Plus von 2,3 Prozent. Zwischen April und Juni rechnet die OECD mit einem weiteren Plus von fast 0,7 Prozent gegenüber dem vorangegangenen Quartal. Bezogen aus das Vergleichsquartal des Vorjahres bedeutet dies einen Zuwachs um 2,6 Prozent.

Die OECD geht in ihrer Schätzung davon aus, dass das Gefälle zwischen der Konjunkturentwicklung in Deutschland und anderen Euro-Staaten erneut erheblich sein wird. In anderen großen Volkswirtschaften der Eurozone ist demnach im ersten Halbjahr 2013 mit einer anhaltenden Rezession oder lediglich mit einem Mini-Wachstum zu rechnen.

Wirtschaft in Frankreich und Italien schrumpft

Der Prognose zufolge muss sich Frankreich darauf einstellen, dass sein Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal nochmals schrumpft, und zwar um 0,2 Prozent. Zwischen April und Juni sei dann mit einem Plus von 0,1 Prozent zu rechnen. Noch weitaus schlechter sind die Aussichten für Italien, das in einer tiefen Rezession verharrt.

Die globale Wirtschaft sieht die OECD zwar im Aufwärtstrend. In der Eurozone werde die Erholung wegen der anhaltenden Krise allerdings noch länger dauern. Deutschland ist denn auch keineswegs der Spitzenreiter unter den größten Industriestaaten. Deutlich stärker wird demnach die Wirtschaftsleistung der USA zulegen. Auch Japans Konjunkturerholung übertrifft demnach seit Jahresbeginn den Aufschwung in Deutschland.

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