Hubertus Heil | Bildquelle: dpa

Digitaler Wandel Jobs von Geringqualifizierten bedroht

Stand: 25.04.2019 14:42 Uhr

Fast jeder fünfte Arbeitsplatz in Deutschland ist von der Digitalisierung bedroht. Insbesondere Geringqualifizierte sind gefährdet. Arbeitsminister Heil will Arbeitnehmer mit Weiterbildungen rüsten.

Von Torsten Huhn, ARD-Hauptstadtstudio

In den nächsten Jahren wird sich die Arbeitswelt in den Industrieländern in raschem Tempo verändern. 14 Prozent der Arbeitsplätze im OECD-Raum könnten wegen der Automatisierung verschwinden. Vor allem Geringqualifizierte sind dabei gefährdet und könnten den Anschluss in ihrem Beruf verlieren, warnt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Sie fordert daher die Regierungen auf, insbesondere dieser Berufsgruppe zu helfen, damit sie auf dem Arbeitsmarkt nicht den Anschluss verliert.

OECD-Studie zu den Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt durch Digitalisierung
tagesschau 12:00 Uhr, 25.04.2019, Hanni Hüsch, ARD Berlin

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"Die Arbeit wird sich nachhaltig verändern"

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil von der SPD räumt ein, dass man vor großen Aufgaben stehe. Die gute Nachricht sei, dass die Gesamtbeschäftigung im digitalen Wandel in den nächsten Jahren wahrscheinlich nicht sinken werde. Aber die Arbeit werde sich nachhaltig verändern, so Heil. Es werde aber auch neue Arbeitsplätze geben, wobei sich Tätigkeitsfelder verändern werden, sagt der Bundesarbeitsminister.

"Die Arbeit wird uns nicht ausgehen, aber sie wird sich nachhaltig verändern und das in hohem Tempo." Aufgabe der Betriebe und auch des Staates sei es, dafür zu sorgen, dass mit Hilfe von Weiterbildung und Qualifizierung die Menschen befähigt werden, auch die Arbeit von morgen leisten zu können. Heil kündigte an, dass er dazu im Sommer eine nationale Weiterbildungsstrategie vorlegen werde. Dazu brauche man einen Instrumentenkasten, der über den bisherigen hinausgehe .

Auch Lichtblicke in Deutschland

Die OECD lobt die Sozialpartnerschaft in Deutschland, die guten Beziehungen zwischen den Betrieben und den Beschäftigten. Sie sei ein großer Standortvorteil, um den Wandel wirtschaftlich und sozial erfolgreich zu gestalten. Zugleich warnt die Organisation davor, sich auf dem Erreichten auszuruhen. Es muss viel getan werden vor allem für die weniger qualifizierten Beschäftigten. Da gibt es noch Nachholbedarf, räumt Heil ein.

Auch OECD-Generalsekretär Angel Gurria warnt die Staaten davor, dass die Geringqualifizierten die Verlierer der Entwicklung sein könnten. Auch für Deutschland gebe es Risiken, die aber geringer seien als in anderen Industrieländern.

OECD-Beschäftigungsausblick
Torsten Huhn, ARD Berlin
25.04.2019 14:01 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 25. April 2019 um 12:00 Uhr.

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Torsten Huhn, NDR

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