LKW-Vorstellung bei der IAA Nutzfahrzeuge

Europäische Absatzzahlen für 2009 Lkw-Hersteller verkaufen ein Drittel weniger

Stand: 26.01.2010 12:31 Uhr

Aufgrund der Wirtschaftskrise ist der europäische Markt für Lastwagen, Transporter und Busse im vergangenen Jahr um ein Drittel eingebrochen. Nach Angaben des Herstellerverbandes ACEA verkauften die Unternehmen in den 27 EU-Staaten, Island, Norwegen und der Schweiz insgesamt 1,7 Millionen Nutzfahrzeuge. Das waren 32,4 Prozent weniger als im Jahr 2008.

LKW-Vorstellung bei der IAA Nutzfahrzeuge

Die Hersteller von Nutzfahrzeugen profitierten kaum von den Konjunkturprogrammen.

Nachfrage nach schweren Lastern fast halbiert

Am stärksten ging die Nachfrage nach schweren Lastwagen über 16 Tonnen zurück. In dieser Fahrzeugklasse lag das Minus im Jahresvergleich bei 47,9 Prozent. Auch Lastwagen über 3,5 Tonnen verkauften sich weitaus schlechter. Der Rückgang summierte sich auf 43,8 Prozent im Jahresvergleich.

Im Gegensatz zum Pkw-Markt profitierten die Hersteller der Nutzfahrzeuge kaum von den staatlichen Konjunkturprogrammen. Die Verkaufszahlen für Personenwagen waren europaweit laut ACEA 2009 nur um 1,6 Prozent im Vergleich mit dem vorangegangenen Jahr gesunken. Das lag vor allem daran, dass in einigen großen Ländern wie Deutschland und Frankreich die staatlichen Prämien zu einem deutlichen Plus bei den Neuzulassungen führten. Ganz anders sah jedoch die Situation bei Lastwagen und Bussen aus.

Drastisches Minus in Osteuropa

In Frankreich, dem größten europäischen Markt für Nutzfahrzeuge, wurden 2009 nur noch 416.000 Laster und Busse verkauft. Das waren 20,5 Prozent weniger als 2008. Deutschland verzeichnete ein Minus von 27,7 Prozent und Großbritannien einen Rückgang von 36 Prozent.

Am stärksten wirkte sich die Wirtschaftskrise jedoch in Osteuropa aus. In Lettland und Litauen brachen die Verkaufszahlen für Nutzfahrzeuge um rund 80 Prozent ein. In fünf weiteren osteuropäischen Staaten sank die Nachfrage um mindestens 50 Prozent. Auch das von der Finanzkrise massiv getroffene Island meldete ein drastisches Minus von fast 80 Prozent.