Fahrzeuge des Volkswagen-Konzerns | Bildquelle: dpa

Autoverkäufe 2018 Weniger Neuwagen, weniger Gebrauchte

Stand: 04.01.2019 13:17 Uhr

Weniger Deutsche haben sich im vergangenen Jahr ein neues Auto gegönnt. Laut Kraftfahrt-Bundesamt gingen die Verkaufszahlen erstmals seit fünf Jahren zurück. Ein möglicher Grund: ein neuer Abgasprüfstandard.

Im vergangenen Jahr ging der Verkauf von Neu- und Gebrauchtwagen zurück. Das geht aus Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes hervor. 3,44 Millionen Neuwagen wurden verkauft - 0,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor. 2017 war allerdings ein vergleichsweise starkes Auto-Jahr.

Probleme machte im vergangenen Jahr ein neuer Abgasprüfstandard, für den die Hersteller nicht für alle Modelle rechtzeitig die Genehmigung hatten. Sie mussten zum Teil die Produktion drosseln.

Ein Auto auf dem Gelände eines Gebrauchtwagenhändlers | Bildquelle: dpa
galerie

Nicht nur Neuwagen, sondern auch Gebrauchte wurden 2018 weniger verkauft.

Weniger Diesel, mehr Benziner

Rückläufig war die Zahl der verkauften Diesel. Der Anteil sank von 38,8 Prozent im Vorjahr auf 32,3 Prozent. Einen Anstieg verzeichneten die Hersteller bei den verkauften Benzinern mit 62,4 Prozent (2017: 57,7 Prozent). Alternative Antriebe legten ebenfalls zu. Sie bleiben aber ein Nischensegment: Jeder 100. Neuwagen war ein Elektroauto, 3,8 Prozent waren Hybride mit kombiniertem Elektro- und Verbrennungsmotor.

Auch Gebrauchtwagen waren im vergangenen Jahr weniger gefragt: 7,19 Millionen Fahrzeuge wechselten die Besitzer. Das entsprach einem Minus von 1,5 Prozent.

Mehr Motorräder und Lkw

Aufwärts ging es auf dem Motorrad-Markt: Gut 158.000 Maschinen wurden neu zugelassen, ein Zehntel mehr als im Vorjahr. Auch bei Lastwagen gab es ein Plus: Rund 322.000 neue Lkw kamen auf die Straßen, fünf Prozent mehr als im Vorjahr.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 04. Januar 2019 um 15:00 Uhr.

Darstellung: