Kreuzfahrtschiff "Deutschland"  | Bildquelle: dpa

Nabu-Untersuchung Dreckschleuder Kreuzfahrtschiff

Stand: 21.08.2018 15:26 Uhr

Fast alle Kreuzfahrtschiffe sind Luftverpester. Zu diesem Schluss kommt der Naturschutzbund Nabu nach einer Untersuchung von 75 Schiffen. Doch die Umweltschützer sehen auch positive Entwicklungen.

Die meisten Kreuzfahrtschiffe stoßen unnötig viel Schmutz aus. Dies geht aus einer Untersuchung hervor, für die der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) 76 Schiffe weltweit unter die Lupe genommen hat.

Lediglich eines der Schiffe nutze das vergleichsweise saubere Flüssiggas (LNG) - alle anderen fahren weiterhin mit giftigem Schweröl. Darunter seien auch acht von neun Neubauten, die in diesem Jahr auf den Markt kommen.

Das neue Kreuzfahrtschiff "Aida Nova" | Bildquelle: obs
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Die in Papenburg gebaute "Aida Nova" kann mit Flüssiggas fahren - und ist damit deutlich sauberer als herkömmliche Kreuzfahrtschiffe

Dass noch immer so viele Schiffe auf diesen Treibstoff ausgelegt seien, sei ein "Skandal", meint Nabu-Bundeschef Leif Miller. Dennoch sieht der Umweltschützer auch positive Entwicklungen in der Branche.

So könnten die deutschen Anbieter Hapag-Lloyd Cruises und Tui Cruises bei der Luftreinhaltung einigermaßen mithalten. Bei ihren jüngsten Flottenzugängen setzen sie Stickoxid-Katalysatoren oder Landstrom-Anlagen ein.

Lob für Trendsetter "Aida"

Noch besser macht es laut Nabu die Rostocker Reederei "Aida". Deren neues Schiff "Aida Nova" wird statt Schweröl mit weniger schädlichem Marine-Diesel oder mit LNG angetrieben - als erstes Kreuzfahrtschiff überhaupt.

Dass es dabei nicht bleibt, zeigt ein Blick in die Auftragsbücher der Werften. Von insgesamt 60 Kreuzfahrtschiff-Neubauten, die in den kommenden Jahren gebaut werden, würden immerhin ein Drittel für den Antrieb mit LNG konstruiert, hat der Nabu herausgefunden.

Nabu: Hamburg für schmutzige Schiffe sperren!

Den traditionellen Schweröl-Schiffen möchte es der Umweltschutzverband dagegen in Zukunft schwerer machen. So fordert der Nabu, dass der Hamburger Hafen künftig für die Einfahrt "dreckiger Schiffe" gesperrt wird. Die Hansestadt solle die Einfahrt für Schiffe ohne Einbauten zur Schadstoffregulierung ab 2020 generell verbieten.

Es sei nicht unmöglich, Rußpartikelfilter oder Stickoxid-Katalysatoren einzubauen und die Schiffe mit LNG anzutreiben sowie während der Liegezeit im Hafen mit Landstrom zu versorgen, meint Malte Siegert, Leiter Umweltpolitik beim Nabu Hamburg: "Alle gucken immer auf die Abgase der Autos. 40 Prozent der Stickoxid-Belastung in Hamburg kommt aber von Schiffen."

Malte Siegert, NABU: Umweltverträglichere Kreuzfahrtschiffe sind möglich
tagesschau24 15:00 Uhr, 21.08.2018

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 21. August 2018 um 14:00 Uhr.

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