Sendemast für Mobilfunk | Bildquelle: dpa

Vertrag mit Anbietern Kampf gegen Funklöcher

Stand: 06.09.2019 09:01 Uhr

99 Prozent der Haushalte sollen bis Ende 2021 mit LTE-Geschwindigkeit Mobilfunkzugang haben. Die Bundesregierung und die Mobilfunkbetreiber haben das nun auch vertraglich besiegelt.

1400 neue Mobilfunkmasten sollen in den kommenden Jahren deutschlandweit errichtet werden und dafür sorgen, dass Funklöcher im Mobilfunknetz geschlossen werden. Das ist laut dpa Inhalt eines Vertrages, den Mobilfunkanbieter und Bundesregierung geschlossen haben. Ziel ist, dass bis Ende 2021 99 Prozent aller Haushalte bundesweit eine LTE-Mobilfunkversorgung erhalten. Diese Marke von 99 Prozent soll auch in Flächenländern gelten, in denen bislang noch einzelne Regionen schlechter angebunden sind.

Besseres Netz gegen Ratenzahlung

Im vergangenen Sommer hatten Bund und Konzerne zunächst eine entsprechende Absichtsklärung abgegeben. Jetzt ist das Vorhaben auch vertraglich fixiert. Im Gegenzug ermöglicht der Bund den Netzbetreibern nun laut Ministerium, ihre Zahlungspflichten aus der 5G-Frequenzauktion 2019 mit jährlichen Raten über einen Zeitraum bis 2030 zu strecken. Im Juni waren 5G-Frequenzblöcke versteigert worden, und zwar an die vier Provider Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica und 1&1 Drillisch. Sie zahlten insgesamt 6,55 Milliarden Euro.

Scheuer sagt nun, der Vertrag sei "ein klares Signal, dass der Mobilfunkausbau in bislang unterversorgten Regionen mit voller Kraft vorangetrieben wird". Er hoffe so, zusätzlich eine halbe Million Haushalte ans Mobilfunknetz anzuschließen.

Mobilfunkantennen auf einem Dach
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Mobilfunkantennen auf einem Dach

Schneller durch Zusammenarbeit

Beim nun beschlossenen Ausbau wollen die Mobilfunkbetreiber untereinander stärker zusammenarbeiten und sich die finanzielle Belastung teilen. Die neuen Mobilfunkmasten sollen für eine Nutzung durch jeden Betreiber offen stehen.

Der Vorstandsvorsitzende von Telefónica Deutschland, Markus Haas, sprach von einer guten Nachricht für die 45 Millionen Vodafone-Kunden im O2-Netz. "Für eine digitale Vernetzung Deutschlands auf Weltniveau müssen wir jetzt mutig weitere Schritte gehen", sagte Haas. Auch Drillisch-Vorstandschef Ralph Dommermuth sieht laut eigenen Worten in dem Ausbau in Kooperation mit den drei anderen Netzbetreibern einen ersten und wichtigen Schritt: "Denn kein Netzbetreiber wird ein leistungsstarkes 5G-Netz für ganz Deutschland alleine bauen können."

Verbindliche Zusagen für den Mobilfunk-Ausbau in Deutschland
Markus Sambale, ARD Berlin
06.09.2019 08:49 Uhr

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Über dieses Thema berichtete B5 aktuell am 06. September 2019 um 10:02 Uhr.

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