Kommunikationsdienstleister buw "In schwierigen Zeiten unverzichtbar"

Stand: 07.04.2009 11:34 Uhr

Teil 1: Mahr Fertigungsmesstechnik: "Den Stecker gezogen"

Teil 2: Kommunikationsdienstleister buw

buw-Chef Bormann
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Gründete buw vor 16 Jahren gemeinsam mit einem Kommilitonen: Geschäftsführer Bormann

Das Unternehmen managt Kundenkontakte für seine Auftraggeber und betreibt in deren Auftrag Callcenter, etwa für den Energiekonzern RWE. buw berät Firmen auch darin, wie sie ihre Kundenkontakte selbst verbessern können, wenn sie diese Aufgabe nicht an buw outsourcen wollen. Gründer und Firmenchef Jens Bormann hält sein Geschäftsmodell für weitgehend krisenfest, weil seine Dienstleistungen in schwierigen Zeiten umso gefragter seien.

Jens Bormann: "Wir spüren die Krise nicht. Wir sind ja in jedem Jahr ordentlich zweistellig gewachsen. Und wir halten an unserem Wachstumsziel fest: knapp 20 Prozent für dieses Jahr. Wenn wir das erreichen, werden wir auch weitere 700 Mitarbeiter einstellen.

Die Lage: Auftragszuwächse

buw

Unternehmenssitz: Osnabrück
Mitarbeiter: 3400
Umsatz 2008: 76 Mio. Euro
gegründet: 1993

Wir haben zusätzliche Aufträge in den letzten Monaten gewonnen, und wir haben die Auftragsvolumina mit bestehenden Kunden ausweiten können. Unter unseren Auftraggebern sind sowohl Konzerne als auch Mittelständler aus allen Branchen. Bisher haben wir keine einzige Kündigung.

Die Strategie: In der Krise erst recht unverzichtbar

Das liegt auch daran, dass es für unsere Auftraggeber gerade in der Krise besonders wichtig ist, die Kundenbindung gezielt zu stärken und damit das wichtigste Gut eines Unternehmens neben den eigenen Mitarbeitern zu sichern: die Kunden. Daher glauben wir, dass wir in wirtschaftlich schwierigen Zeiten mehr denn je große Mehrwerte für unsere Auftraggeber bieten. Wir sehen es als unsere Aufgabe, unsere Auftraggeber bestmöglich durch die Krise zu begleiten.

buw-Callcenter
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Das Geschäft mit den Kundengesprächen: buw-Callcenter in Osnabrück

Natürlich wird es auch Unternehmen geben, die sagen, wir müssen ein bisschen sparen, und die Zusammenarbeit mit uns einschränken. Natürlich sind wir gedanklich darauf vorbereitet, dass wir eben auch einen oder zwei Kunden verlieren könnten. Und natürlich spielen wir, wie Otto Rehagel sagt, "kontrollierte Offensive" und gucken auf jeden Cent.

Der Ausblick: Mit gestärktem Vertrieb auf Kundenfang

Wir investieren aber weiter in Mitarbeiter und Vertrieb, das sind die Erfolgsfaktoren für unser Geschäft. In der Krise arbeiten wir antizyklisch: Wir haben jetzt noch einmal unsere Vertriebstruppe aufgestockt, um den möglichen Ausfall eines größeren Auftraggebers durch neue Aufträge kompensieren zu können."

Protokoll: Claudia Witte, tagesschau.de

Teil 3: Hemdenhersteller Olymp: "In Warteposition"

Teil 4: city-map Internetmarketing: "Markt ohne Ende"

Teil 5: Tecklenburg Gruppe: "Ein größeres Stück vom kleineren Kuchen"

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