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Vorstand skeptisch Metro lehnt Übernahmeangebot ab

Stand: 23.06.2019 14:29 Uhr

Für jede Metro-Stammaktie bieten Investoren 16 Euro, für jede Vorzugsaktie 13,80 Euro - so sieht ein Übernahmeangebot für den Handelskonzern Metro aus. Dessen Vorstand hält das für deutlich zu wenig Geld.

Der Vorstand des Handelsriesen Metro sieht das Übernahmeangebot des tschechischen Milliardärs Daniel Kretinsky und seines slowakischen Partners Patrik Tkac als deutlich zu niedrig an.

Daniel Kretinsky (Archivbild) | Bildquelle: dpa
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Es gebe keine Pläne, deutsche Metro-Märkte zu schließen oder die Zentrale in Düsseldorf zu verlegen, versicherte Kretinsky.

Der Vorstand habe die Ankündigung der Kretinsky-Investmentgesellschaft EP Global Commerce zur Kenntnis genommen, ein freiwilliges Übernahmeangebot für alle Aktien der Metro abzugeben, teilte der Handelskonzern mit. Der Angebotspreis enthalte aber nur eine Prämie von rund drei Prozent auf den Schlusskurs der Stammaktie vom Freitag.

Der Metro-Vorstand sei fest überzeugt, dass die Offerte Kretinskys das Unternehmen erheblich unterbewerte. Man rate den Aktionären, bis zur Veröffentlichung einer ausführlichen Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat zu Kretinskys unaufgefordertem Angebot keine Maßnahmen zu ergreifen.

Die freiwillige Offerte der EP Global Commerce beläuft sich auf 16,00 Euro für jede Stammaktie und 13,80 Euro für jede Vorzugsaktie. Die Stammaktien hatten am Freitag mit 15,54 Euro geschlossen.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 22. Juni 2019 um 00:00 Uhr in den Nachrichten.

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