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Genehmigung für Lenovo USA erlauben Verkauf von IBMs PC-Sparte nach China

Stand: 26.08.2007 21:06 Uhr

Der größte chinesische PC-Hersteller Lenovo hat aus Washington grünes Licht zur Übernahme der Personal-Computer-Sparte des US-Computergiganten IBM erhalten. Der Ausschuss für ausländische Direktinvestitionen in den USA CFIUS (Committee on Foreign Investment in the U.S.) habe seine Überprüfung vor Ablauf der vorgeschriebenen Frist beendet, teilten beide Unternehmen mit.

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Damit könne der erste Zusammenschluss eines großen US-Konzerns mit einem der führenden chinesischen Unternehmen wie geplant über die Bühne gehen. Durch die Übernahme wird Lenovo zum drittgrößten PC-Hersteller der Welt.

Sicherheitsbedenken offenbar ausgeräumt

Einige amerikanischen Politiker hatten Sicherheitsbedenken gegen den Verkauf der PC-Sparte des weltgrößten Computerkonzerns an die chinesische Gesellschaft geäußert. Sie befürchteten, Mitarbeiter von Lenovo in den USA könnten Industriespionage betreiben.

Lenovo hatte 1,75 Milliarden Dollar (1,3 Mrd. Euro) für die PC-Sparte von IBM geboten. Die Transaktion soll im zweiten Quartal abgeschlossen werden. Allerdings will IBM knapp 19 Prozent der Kapitalanteile des zusammengeschlossenen Unternehmens mit Sitz in Peking behalten. Der Chef von IBMs PC-Sparte, Stephen Ward, soll dann auf den Chefsessel von Lenovo wechseln.

Liu Chuanzhi (links) von Lenovo und John Joyce von IBM

Handschlag aufs Geschäft: Liu Chuanzhi (links) und John Joyce von IBM (bei der Bekanntgabe des Kaufs im Dezember)

Weltmarktführer unter den PC-Anbietern ist der US-Konzern Dell mit einem Anteil von 16,7 Prozent, gefolgt von Hewlett-Packard mit 15 Prozent. Den dritten Rang nimmt zurzeit noch IBM ein.