Ein Gebäude mit der Aufschrift Suzuki und Japanischen Schriftzeichen.

Manipulation bei Spritverbrauchswerten Jetzt auch Suzuki

Stand: 18.05.2016 10:59 Uhr

In Japan zieht der Skandal um manipulierte Verbrauchsangaben weitere Kreise: Der Autobauer Suzuki musste einräumen, bei Tests zum Spritverbrauch getäuscht zu haben. Der Konzern sieht jedoch keine Notwendigkeit, seine Ergebnisse zu korrigieren.

Nach dem Skandal um die Manipulation von Spritverbrauchswerten bei dem japanischen Autobauer Mitsubishi ist nun der heimische Rivale Suzuki in den Fokus geraten. Der Konzern räumte ein, bei 16 Automodellen seit 2010 Testmethoden eingesetzt zu haben, die nicht den japanischen Vorschriften entsprächen. Insgesamt seien etwa 2,1 Millionen Autos betroffen, sagte der Konzern.

Suzuki bestritt jedoch, dass Daten zur Berechnung der Verbrauchswerte zudem nicht regelkonform gewesen seien. Dies hatten japanische Medien zuvor unter Berufung auf gut informierte Kreise berichtet. Es gebe daher keine Notwendigkeit, die Daten zu korrigieren, erklärte die landesweite Nummer vier der Branche.

Osamu Suzuki

Osamu Suzuki, Vorstandsvorsitzender des gleichnamigen Autobauers, muss fehlerhafte Verbrauchstests einräumen.

Börse reagiert prompt

Die Aktie des Autobauers brach nach Bekanntwerden der fehlerhaften Test um gut neun Prozent ein. Dennoch erklärte Suzuki, keine Auswirkungen auf die Geschäftszahlen zu befürchten.

Erst im vergangenen Monat hatte Mitsubishi Motors Tricksereien bei Verbrauchsdaten eingeräumt. Danach hatte das Verkehrsministerium die anderen Autobauer des Landes aufgefordert, erneut ihre Verbrauchsmessungen vorzulegen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 18. Mai 2016 um 11:00 Uhr.

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KOMMENTARE

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ekm64 18.05.2016 • 17:58 Uhr

@Wahrheit2011 11:35

"Einfach daneben, vw, der möchtegern größte Kfz-Hersteller weltweit, und immer neue Firmen, jetzt Suzuki, einfach nur schäbig. Der Kapitalismus ist faulig, man muss mit harten Strafen hinlangen!!" Finde ich auch. Man sollte sie alle dazu zwingen endlich den Trabant wieder zu fertigen. Da wußte man einfach, was man bekam. Immer ausreichend Ölgeruch ums Auto herum, absolut ehrlich!