Lufthansa-Flugzeug startet | null

Nach Warnstreik bei der Lufthansa Rückkehr zum Normalflugplan

Stand: 23.04.2013 02:29 Uhr

Nach dem ganztägigen bundesweiten Warnstreik des Lufthansa-Bodenpersonals will das Unternehmen wieder zurück zur Normalität. Die Lufthansa wolle "möglichst schnell" wieder wie geplant fliegen, sagte eine Unternehmenssprecherin. Die Rückkehr zum Normalflugplan hänge davon ab, wann die Warnstreiks beendet würden und wie schnell die Frühschicht die Arbeit wieder aufnehme. Mit "vereinzelten Planabweichungen" sei am heutigen Dienstag und den darauf folgenden Tagen zu rechnen.

Lufthansa empfiehlt allen Reisenden dennoch, sich frühzeitig vor Antritt der Reise auf www.lufthansa.com unter "Aktuelle Fluginformationen" und unter "Meine Buchungen" zu informieren, ob ihr Flug stattfindet, verspätet oder gestrichen ist. Darüber hinaus hat Lufthansa für Anrufe aus Deutschland die kostenfreie Telefonnummer 0800 850 60 70 geschaltet.

150.000 Passagiere vom Warnstreik betroffen

Am Montag hatte die Gewerkschaft ver.di die Lufthansa fast komplett an den Boden gezwungen. Rund 150.000 Fluggäste seien von dem Warnstreik betroffen gewesen, teilte Europas größte Fluggesellschaft mit. Fast alle Flüge innerhalb Deutschlands und Europas waren gestrichen worden. An den Aktionen an sämtlichen größeren Flughäfen beteiligten sich laut ver.di rund 12. 00 Mitarbeiter.

Das große Chaos blieb aber aus. Die Lufthansa hatte die Passagiere rechtzeitig informiert. Viele nutzten die Möglichkeit, kostenlos umzubuchen oder innerhalb Deutschlands die Züge der Deutschen Bahn zu nutzen. Ein Bahnsprecher berichtete, dass mehr Fahrgäste als sonst unterwegs gewesen seien. Die Züge seien am Morgen vor allem zwischen Nürnberg und Frankfurt in beiden Richtungen voll gewesen.

Streit um höhere Löhne und Jobgarantien

Hintergrund der Warnstreiks ist der aktuelle Tarifstreit um die Gehälter von rund 33.000 Beschäftigten bei Lufthansa Cargo, Lufthansa Technik, Lufthansa Systems sowie der Lufthansa-Mitarbeiter am Boden und in der Kabine. Ver.di fordert 5,2 Prozent mehr Geld und Jobgarantien für die Mitarbeiter.

Lufthansa hatte ein Angebot vorgelegt, das abgestufte Gehaltserhöhungen für verschiedene Beschäftigtengruppen vorsieht. Jobgarantien sollen demnach davon abhängen, ob es zu einer Einigung in Fragen wie längeren Arbeitszeiten kommt. Ver.di hatte das Angebot als nicht verhandlungsfähig bezeichnet. Die nächste Verhandlungsrunde steht in einer Woche an.