Plakette mit der Aufschrift "UFO Streik" | Bildquelle: LUKAS BARTH-TUTTAS/EPA-EFE/REX

Streik der Flugbegleiter UFO und Lufthansa wollen reden

Stand: 07.11.2019 13:01 Uhr

Bewegung im Tarifstreit zwischen der Lufthansa und UFO: Die Kabinengewerkschaft nahm ein Gesprächsangebot des Konzerns an. Der Streik soll aber auch am Freitag fortgesetzt werden. Bislang sind etwa 180.000 Passagiere betroffen.

Im Tarifkonflikt mit den Flugbegleitern ist die Lufthansa nun doch zu einer Schlichtung bereit. Nach monatelanger Pause erklärte Vorstandschef Carsten Spohr, dass man nun auch wieder das Gespräch mit der Kabinengewerkschaft UFO suche. UFO stimmte dem Vorschlag zu. Der am Donnerstag begonnene 48-stündige Streik bei der Lufthansa soll aber wie geplant fortgesetzt werden.

Der Konzernvorstand von Lufthansa habe UFO "schriftlich mitgeteilt", dass er an diesem Wochenende in konkrete Verhandlungen eintreten wolle über Lösungswege, sagte UFO-Sprecher Nicoley Baublies. "Wenn's nicht klappt, müssen wir am Montag verkünden, dass es weitere Streiks gibt", fügte er hinzu. Anders als geplant werde UFO nun aber erst einmal keine Tochterunternehmen zum Streik aufrufen "und auch bei der Lufthansa keine Ausweitung und keine Verlängerungen machen".

1300 gestrichene Flüge

Lufthansa-Chef Spohr sagte, Ziel sei es, die von UFO angebotene Schlichtung zu vereinbaren. Bislang hatte der Konzern Gespräche mit dem Argument abgelehnt, dass der UFO-Vorstand nicht vertretungsberechtigt sei. Vorangegangen war am Mittwochabend ein Gespräch mit den konkurrierenden Gewerkschaften ver.di und der neuen "Cabin Union", an dem UFO nicht teilgenommen hatte. Lufthansa will mit allen drei Gruppen sprechen, die letztlich darum rangeln, wer für die rund 21.000 Flugbegleiter der Kerngesellschaft Lufthansa Tarifverträge abschließen kann.

Die Gewerkschaft hatte mit dem Streik um Mitternacht begonnen. Für heute musste die Lufthansa 700 Flüge streichen, morgen sind es 600. Obwohl der Streik nach Angaben der Lufthansa rund 180.000 Passagiere trifft, ist ein größeres Chaos bislang ausgeblieben.

Streik der Flugbegleiter: Lufthansa erklärt sich zu Gesprächen bereit
tagesschau 20:00 Uhr, 07.11.2019, Michael Immel, HR

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Aus Flugtickets werden Bahntickets

UFO hatte die Streiks am Montag angekündigt, die Lufthansa hatte also drei Tage Zeit, sich vorzubereiten. Kunden wurden auf andere Flüge umgebucht - unter anderem auf die von Partner-Airlines oder Lufthansa-Töchtern wie Eurowings, die von dem Streik aktuell nicht betroffen sind.

Lufthansa-Check-in-Bereich am Hamburger Flughafen | Bildquelle: dpa
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Wie hier am Flughafen Hamburg waren die Schlangen vor den Lufthansa-Schaltern eher kürzer als an anderen Tagen. Viele Passagiere hatten sich offenbar rechtzeitig informiert.

Auf innerdeutschen Strecken können Passagiere zudem die Bahn nutzen. Dazu können sie ihr Ticket online in einen Fahrschein der Bahn umwandeln. Die Anreise zum Flughafen sei dafür nicht notwendig, so die Lufthansa. Sie bat ihre Kunden, sich vor Reiseantritt auf der Internetseite der Airline über den Status ihres Flugs zu informieren. Dort finden sich auch Informationen, wie auf einen anderen Flug oder die Bahn umgebucht werden kann.

UFO fordert für die rund 21.000 Lufthansa-Flugbegleiter höhere Spesen und Zulagen sowie den besseren Zugang für Saisonkräfte in reguläre Anstellungsverhältnisse. Für die vier anderen Marken der Airline, für die deutsches Tarifrecht gilt, wurden jeweils separate Forderungen aufgestellt und Urabstimmungen abgehalten. Diese vier Marken sind Eurowings Deutschland, Germanwings, Lufthansa Cityline sowie SunExpress.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 07. November 2019 um 12:00 Uhr.

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