Airbus A380 der Lufthansa (Archiv) | Bildquelle: picture alliance / dpa

Neuausrichtung der Flotte Lufthansa gibt sechs A380 zurück an Airbus

Stand: 25.03.2019 21:08 Uhr

Die Lufthansa trennt sich von einem Teil ihrer A380-Flotte. Sechs der 14 Großraumflugzeuge gehen an den Hersteller Airbus zurück. Gleichzeitig kauft das Unternehmen neue Langstrecken-Jets von Boeing.

Nach dem von Airbus beschlossenen Ende des A380 verkleinert die Lufthansa den Bestand der Riesenflieger. Von 14 Flugzeugen sollen sechs verkauft und bis 2023 abgegeben werden, teilte die Lufthansa ohne Angaben zum Kaufpreis mit.

"Die Ergebnisentwicklung des Konzerns wird durch die Transaktion nicht beeinflusst", hieß es weiter.

Mangelnde Nachfrage

Airbus hatte Mitte Februar bekannt gegeben, das weltweit größte Flugzeug in zwei Jahren mangels ausreichender Nachfrage aus dem Programm zu nehmen. Lufthansa-Chef Carsten Spohr erklärte dazu, ein profitabler Einsatz des Superjumbos sei nur auf sehr stark nachgefragten Strecken möglich.

Die Lufthansa-Gruppe erneuert zugleich ihre Langstreckenflotte. Der Aufsichtsrat gab grünes Licht für die Bestellung von 40 Langstrecken-Flugzeugen der Typen Boeing 787-9 und Airbus A350-900. Das Investitionsvolumen belaufe sich auf zwölf Milliarden Dollar zu Listenpreisen, von denen die Lufthansa eine deutliche Preisreduktion erhalte.

Ein Airbus A380 landet am Flughafen Frankfurt am Main. | Bildquelle: AP
galerie

Ein Airbus A380 der Lufthansa. Konzern-Chef Spohr sagt, ein profitabler Einsatz sei nur auf sehr stark nachgefragten Strecken möglich.

Verringerte Betriebskosten

Die zweistrahligen Jets ersetzen vor allem ältere viermotorige Flugzeuge. Das verringere die Betriebskosten deutlich durch geringeren Treibstoffverbrauch, ermögliche mehr Kundenkomfort und verursache weniger Fluglärm und CO2-Emissionen.

"Im Schnitt werden die neuen Flugzeuge nur noch rund 2,9 Liter Kerosin pro Passagier und 100 Kilometer Flugstrecke verbrauchen", erklärte das Unternehmen. Das seien rund 25 Prozent weniger als bei heute verfügbaren Flugzeugen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 13. März 2019 um 20:00 Uhr.

Darstellung: