Ein Flugzeug startet am Flughafen Düsseldorf vor der untergehenden Sonne.  | Bildquelle: dpa

Nationale Luftfahrtkonferenz Der Weg zum klimaneutralen Fliegen

Stand: 21.08.2019 02:03 Uhr

In Leipzig kommen heute Polit-Prominenz und die Spitzen der Luftfahrtindustrie zusammen, um über konkrete Schritte auf dem Weg zum klimaneutralen Fliegen zu sprechen. Denn: Es geht um die Zukunft der Branche.

Von Michael Immel, ARD-Luftfahrtexperte

Es geht um die Zukunft der Luftfahrt. Und es geht um Glaubwürdigkeit. Denn eines ist allen Beteiligten in den zurückliegenden Monaten deutlich geworden: Die Branche muss in der Klima-Debatte Akzente setzen. Es reicht nicht mehr aus, Flugzeuge grün anzustreichen und Bio-Kerosin als 10-Prozent-Beimischung in einem von vier Triebwerken als Sensation zu verkaufen.

Michael Immel, HR, zur ersten nationalen Luftfahrtkonferenz in Leipzig
tagesschau24 11:00 Uhr, 21.08.2019

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Schließlich gibt es bereits eine weltweite Verpflichtung durch das CORSIA-Abkommen: Ab 2020 soll der globale Flugverkehr C02-neutral wachsen. Dafür benötigt werden umweltschonende Technologien und eine klare Strategie der Bundesregierung. Das Luftfahrtkonzept muss überarbeitet und neu ausgerichtet werden.

Die Entwicklung neuer Antriebsformen will die Bundesregierung anpacken: Flugzeuge sollen leiser und energieeffizienter werden. Damit das Projekt genügend Auftrieb bekommt, ist die Regierung beim 1. Nationalen Luftfahrtkongress stark vertreten: Bundeskanzlerin Angela Merkel, Wirtschaftsminister Peter Altmaier und Verkehrsminister Andreas Scheuer kommen nach Leipzig. So viel Polit-Prominenz neben den Spitzen der Luftfahrtbranche heißt aber auch: Jetzt müssen sie liefern.

Leipziger Statement

Wie die künftige Strategie ausgerichtet werden soll, verrät das "Leipziger Statement für die Zukunft der Luftfahrt". Das Papier, das dem Hessischen Rundfunk vorliegt, soll am Mittag im DHL-Hangar am Flughafen Leipzig/Halle unterzeichnet werden. Darin heißt es: "Wir wollen in führender Position zur Entwicklung neuer Technologien und Maßnahmen für Umwelt- und Klimaschutz beitragen, gerade auch mit dem Ziel eines CO2-neutralen Fliegens." Die Herausforderungen sollten als Chance begriffen werden. Es geht auch um Arbeitsplätze in der Luftfahrt - um rund 850.000 Beschäftigte, die direkt und indirekt in der Branche anpacken.

Die Leipziger Erklärung fokussiert alternative Kraftstoffe und eine klimaschonende künftige Mobilität, die auf elektrisches und hybrid-elektrisches Fliegen setzt. Dazu nötige Technologien "müssen heute vorbereitet werden, um rechtzeitig für die nächste Generation von Kurz- und Mittelstreckenflugzeugen verfügbar zu sein", heißt es in dem Papier aus dem Wirtschaftsministerium.

Forschung an neuen emissionsfreieren Kraftstoffen
tagesschau24 11:00 Uhr, 21.08.2019, Marcus Pfeiffer, HR

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Synthetische Kraftstoffe

Und das ist der Kern der Botschaft: "Um das ambitionierte Ziel des CO2-neutralen Fliegens zu erreichen, ist der Einsatz von alternativen nachhaltigen Kraftstoffen - insbesondere synthetischer Power-to-Liquid Kraftstoffen - erforderlich."

Die marktfähige Entwicklung dieser Kraftstoffe will die Bundesregierung in Zukunft fördern. Es soll eine Roadmap erstellt werden, Pilotprojekte sind geplant. Aber all das wird Zeit brauchen. Bislang scheitert ein flächendeckender Einsatz von synthetischen Kraftstoffen sowohl an der weltweit verfügbaren Menge als auch an hohen Kosten.

Synthetische Kraftstoffe sind geeignet als Brückentechnologie für die kommenden zehn bis 15 Jahre. Und diese Zeit brauchen Forscher in Bezug auf neue Fluggeräte und andere Antriebsformen. Gerade, wenn es um die Reduzierung von Lärm und von Schadstoffen geht, verspricht das elektrische Fliegen ein Potential für den Kurz- und Mittelstreckenverkehr. Auch am Einsatz von Brennstoffzellen als einer alternativen Antriebstechnik wird geforscht.

Einheitlicher Luftraum

Auch der Luftraum soll künftig besser genutzt werden. Im Leipziger Luftfahrt-Papier heißt es: "Ziel ist eine Steigerung der Flugsicherungskapazitäten." Dazu solle das EU-Regulierungsprogramm "Einheitlicher Europäischer Luftraum" (Single European Sky, SES) überarbeitet werden. Das würde bedeuten, verkrustete Luftsicherheitsstrukturen und nationale Egoismen innerhalb Europas müssten aufgebrochen werden. Die Probleme sind seit mehr als 20 Jahren bekannt - und ungelöst.

Dabei liegen die Vorteile auch für den Klimaschutz auf der Hand. "Die Optimierung von Flugwegen hilft, Treibstoff und Emissionen einzusparen", heißt es in dem Papier weiter. Eine planbare direktere und kürzere Flugführung führe zu einer Steigerung der Kapazität und zudem zu einer zusätzlichen Verringerung der Umwelt- und Klimaauswirkungen des Luftverkehrs.

Über dieses Thema berichtete das Morgenmagazin am 21. August 2019 um 06:41 Uhr.

Korrespondent

Michael Immel | Bildquelle: hr Logo HR

Michael Immel, HR

@IMMELonAir bei Twitter

Flugzeugbau in Sachsen

Es geht in Leipzig aber nicht nur um den Klimaschutz. Und so wird die Kanzlerin am Nachmittag zum Fototermin vor einer Dornier 328 erscheinen. Das Flugzeug für Kurzstrecken soll in Zukunft in Mitteldeutschland gebaut werden. Es geht um eine Neuauflage des Turboprop-Klassikers. Die Dornier 328 war das letzte Verkehrsflugzeug, das vollständig in Deutschland entwickelt und gebaut wurde – lediglich 220 Exemplare zwischen 1992 und 2008. Nun soll die Produktion im Freistaat Sachsen wieder aufgenommen werden.

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