Ein Lkw fährt auf der Autobahn A7 Richtung Norden. | Bildquelle: dpa

Bundestag zu Lkw-Maut Laute und schwere Lastwagen zahlen mehr

Stand: 19.10.2018 07:02 Uhr

Erst wurde die Lkw-Maut auf alle Bundesstraßen ausgeweitet, jetzt steigen die Mautsätze. Nach der Zustimmung im Bundestag wird es für viele Lkw teurer. Der Bund rechnet mit Mehreinnahmen in Milliardenhöhe.

Für Lastwagen werden ab dem kommenden Jahr in Deutschland höhere Mautsätze fällig - vor allem für laute und schwere Lkw. Mit der Mehrheit von Union und SPD stimmte der Bundestag der Anhebung der Sätze zum 1. Januar 2019 zu.

Erstmals werden auch die Kosten der Lärmbelastung durch Lastwagen in die Berechnung einbezogen. Auch für schwere Fahrzeuge steigt die Lkw-Maut, weil sie für eine stärkere Abnutzung der Straßen verantwortlich sind. Gleichzeitig werden Elektro-Lkw und gasbetriebene Fahrzeuge vorerst von der Maut befreit.

Deutliche Mehreinnahmen erwartet

Der Bund erwartet durch die neuen Sätze und die schon seit Juli geltende Ausweitung der Maut auf alle Bundesstraßen Einnahmen von durchschnittlich 7,2 Milliarden Euro pro Jahr. Das sind rund 2,5 Milliarden Euro mehr als bisher.

In der Opposition stießen die Pläne auf Widerstand. Die AfD sieht bestimmte Technologien wie Elektro-Lkw einseitig bevorzugt. Die FDP kritisierte die finanzielle Belastung des mittelständischen Transportgewerbes. Die Grünen bemängelten, die Lärmkosten seien zu gering angesetzt.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 19. Oktober 2018 um 03:00 Uhr.

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