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Senkung der Leitzinsen Zentralbanken kämpfen gemeinsam gegen die Krise

Stand: 08.10.2008 13:28 Uhr

EZB Frankfurt/Main
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Die EZB und andere Notenbanken senkten in einer gemeinsamen Aktion die Leitzinsen.

Mehrere Zentralbanken weltweit haben angesichts der Finanzkrise in einer gemeinsamen Aktion ihre Leitzinsen gesenkt. Die Europäische Zentralbank beschloss in Frankfurt am Main, den Leitzins für die Euro-Zone um 0,5 Prozentpunkte auf 3,75 Prozent zu reduzieren. Auch die US-Notenbank Fed nahm ihren Leitzins um einen halben Prozentpunkt auf 1,5 Prozent zurück. Die Bank of England sowie die Nationalbanken Schwedens, Kanadas und der Schweiz senkten ihre Zinssätze. Die Bank of Japan beteiligte sich nicht an der gemeinsamen Aktion.

Der Leitzins legt fest, zu welchen Bedingungen sich Kreditinstitute bei Noten- und Zentralbanken Geld beschaffen können. Die Noten- und Zentralbanken können daher durch eine Erhöhung oder Senkung der Zinssätze den Geldmarkt und die allgemeine Zinsentwicklung beeinflussen. Niedrigere Zinsen verbilligen in der Folge auch Kredite für Unternehmen und Verbraucher und können somit die Wirtschaft ankurbeln.

Zinsentscheidung korrigiert

Die EZB hatte noch am Donnerstag beschlossen, den Zins trotz der Finanzmarktkrise unverändert bei 4,25 Prozent zu belassen. Allerdings hatte der Zentralbankrat vor dieser Entscheidung nach Angaben von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet lange über eine Zinssenkung diskutiert. Eine Zinssenkung könnte die Unternehmen zu Investitionen anregen und so die Wirtschaft in Schwung bringen. Die Zentralbank sieht sich aber in erster Linie der Preisstabilität verpflichtet.

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