Wasserrohre werden in einen Schacht am Anfang eines Medientunnels herabgelassen. | picture alliance/dpa

Starker Rückgang Weniger als eine Million Kurzarbeiter

Stand: 03.09.2021 10:05 Uhr

Durch den Wirtschaftsaufschwung in Deutschland ist die Zahl der Menschen in Kurzarbeit auf deutlich unter eine Million gesunken. Das ist im Vergleich zum Beginn der Pandemie ein starker Rückgang.

In Deutschland befinden sich immer weniger Beschäftigte in Kurzarbeit. Damit liegt das Niveau deutlich niedriger als zu Beginn der Corona-Krise. Die Zahl der von einer vorübergehenden Reduzierung der Arbeitszeit betroffenen Menschen sank im August von 1,06 Millionen auf 688.000 Personen. Das teilte das Ifo-Institut aus München heute mit. Die Experten schätzen die Zahl auf Grundlage der monatlichen Konjunkturumfrage unter deutschen Unternehmen und anhand von Daten der Bundesagentur für Arbeit.

Danach waren noch zwei Prozent der abhängig Beschäftigten in Kurzarbeit, nach gut drei Prozent im Juli. "Der Rückgang zog sich im August durch nahezu alle Wirtschaftszweige", sagte Ifo-Experte Stefan Sauer. "Die Zahl der Kurzarbeitenden liegt damit erstmals seit Beginn der Corona-Krise unter einer Million."

Gastronomie leidet immer noch stark

Besonders betroffen von Kurzarbeit bleibt das Gastgewerbe. Hier schätzen die Experten den Anteil auf zehn Prozent, was gut 100.000 Personen entspricht. Allerdings ging die Zahl auch hier erheblich zurück, denn im Vormonat betrug der Wert noch ein Sechstel.

In der Industrie hatten die Lieferengpässe bei den Vorprodukten offenbar keine spürbare Auswirkung auf die Kurzarbeit. Der Anteil sank dort von gut vier auf knapp drei Prozent.

Zeitweise sechs Millionen Beschäftigte betroffen

Kurz nach Beginn der Pandemie war die Zahl der von Kurzarbeit betroffenen Menschen im April vergangenen Jahres auf mehr als sechs Millionen gestiegen. Damit hatte sich damals die Zahl der Kurzarbeitenden zu diesem Zeitpunkt innerhalb von drei Monaten in etwa verfünfzehnfacht.

Über dieses Thema berichtete MDR aktuell am 03. September 2021 um 09:30 Uhr in den Nachrichten.