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Brexit und Corona-Pandemie Moody's stuft Großbritannien herunter

Stand: 17.10.2020 10:01 Uhr

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie, der Brexit-Streit und die unklare Haushaltsplanung: Moody's hat die Kreditwürdigkeit Großbritanniens um eine Note herabgestuft.

Die amerikanische Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit Großbritanniens heruntergestuft. Moody's erklärte, die Note werde von "AA2" um eine Stufe auf "AA3" gesenkt. Seit der letzten Herabstufung Großbritanniens im September 2017 sei die "wirtschaftliche Stärke Großbritanniens zurückgegangen". 

Ursache für die Neubewertung sei eine Kombination aus den wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie, des Brexit und eine unklare Haushaltsplanung von Premierminister Boris Johnson, teilte die Agentur weiter mit. Großbritannien liegt damit auf einem Niveau wie Belgien oder Tschechien.

"Das Wachstum ist bedeutend schwächer als erwartet und das dürfte zukünftig so bleiben", erklärte Moody's. Dies werde "verschlimmert durch die Entscheidung, die EU zu verlassen, und durch die folgende Unfähigkeit Großbritanniens, einen Handelsvertrag mit der EU abzuschließen".

Mittelfristig keine weitere Herabstufung

Anleihen seien weiter sicher, so Moody's. Die Ratingagentur veränderte zugleich den Ausblick von negativ auf stabil. Das bedeutet, dass die Agentur mittelfristig keine weitere Herabstufung der Kreditwürdigkeit Großbritanniens erwartet. Die Moody's-Ratings zwischen "AA1" und "AA3" entsprechen einem "sehr geringen Kreditrisiko". Das beste Rating AAA bedeutet ein "minimales" Kreditrisiko.

Großbritannien war zum 1. Februar aus der EU ausgetreten. Bis Jahresende bleibt das Land aber noch im EU-Binnenmarkt und der Zollunion. Diese Übergangsphase wollten beide Seiten eigentlich nutzen, um ein Handelsabkommen zu erzielen. Die Gespräche kommen aber seit Monaten kaum voran. 

Nach einem EU-Gipfel sagte der britische Premierminister Boris Johnson am Freitag, weitere Verhandlungen über ein Handelsabkommen seien sinnlos, sollte Brüssel seine Position nicht "grundsätzlich ändern".

Verhandlungen zwischen EU und Großbritannien sorgen für Verunsicherung
tagesschau24 15:00 Uhr, 17.10.2020, Sven Lohmann, ARD London

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 17. Oktober 2020 um 09:00 Uhr.

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