Containerbrücken im Hamburger Hafen (2009)

Deutlicher Rückgang zum Jahresende 2012 Deutsche Wirtschaft schrumpft unerwartet stark

Stand: 14.02.2013 08:42 Uhr

Die deutsche Wirtschaft hat zum Jahresende 2012 einen kräftigen Dämpfer bekommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte im Schlussquartal 2012 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal und damit noch stärker als zunächst erwartet. Damit wurde die bis dahin robuste deutsche Konjunktur von der Rezession im Euroraum und dem weltweiten Konjunkturabschwung erfasst. Einen stärkeren Rückgang habe es zuletzt Anfang 2009 mit 4,1 Prozent gegeben, sagte ein Statistiker.

Für den Einbruch in Deutschland sorgten vor allem sinkende Exporte. Außerdem investierten die Unternehmen "deutlich weniger" in Maschinen, Fahrzeuge und andere Ausrüstungen. Auch die Bauausgaben schrumpften, wenn auch nur geringfügig.

In den ersten drei Quartalen 2012 war die deutsche Wirtschaft jeweils gewachsen, die Dynamik ließ jedoch stetig nach: Nach plus 0,5 Prozent zum Auftakt ging das BIP-Wachstum zum Vorquartal zunächst auf 0,3 Prozent und im dritten Quartal auf 0,2 Prozent zurück.

Infografik: Wirtschaftswachstum

Infografik: Wirtschaftswachstum

Der Export rettet die Bilanz

Für das gesamte Jahr 2012 bestätigten die Statistiker einen Anstieg von 0,7 Prozent. Wichtigster Wachstumsmotor war dabei erneut der Export. Aber auch vom inländischen Konsum kamen positive Impulse.

Inzwischen dürfte das die Konjunkschwäche schon wieder überwunden sein. In seinem monatlichen Bericht zur wirtschaftlichen Lage hatte das Bundeswirtschaftsministerium Anfang der Woche geschrieben, die die Frühindikatoren deuteten auf ein absehbares Ende der aktuellen Schwächephase hin. Dennoch reduzierte die Regierung ihre Prognose für das laufende Jahr von 1,0 auf 0,4 Prozent.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 14. Februar 2013 um 11:30 Uhr.

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KOMMENTARE

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Bernd1 14.02.2013 • 13:26 Uhr

@ 12:08 — Trecker

Sie schreiben: "Vorsicht mit Großschreibung und Ausrufezeichen in Zusammenhang mit Wahrheit. Wenn Sie im freien Fall sind und der andere an einer Rettungsleine hängt und langsamer oder gar nicht fällt, dann weckt das den Eindruck, der andere wäre im Steigflug. Das sind einfach nur Verhältnisse zwischen Währungen und sagen im bilateralen Vergleich überhaupt nichts über Stabilität aus." Zu dem Zeitpunkt als der Franken an den Euro gebunden wurde war es nachweisbar so, dass NUR der Franken gegen nahezu alle anderen Währungne im Steigflug war während der Euro im Gleichklang mit den meisten anderen Währungen stabil war. Kann man alles nachlesen! Im übrigen ist es so dass der Euro sogar sehr stabil ist. Gegenüber dem Yen eine Steigerung um fast 30% seit August, auch weil Japan Geld druckt. Gegenüber fast alle anderen Währungen (USD, Pfund, usw....) hat der Euro ebefalls leicht gewonnen in den letzuten Monatne und er liegt immer noch gut 30% über dem Einführungskurs! Und Inflation bei 2%!