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Höchste Teuerung seit 1982 US-Inflation steigt auf 7,9 Prozent

Stand: 10.03.2022 17:43 Uhr

Die US-Verbraucherpreise sind im Februar um 7,9 Prozent gestiegen - und damit so stark wie zuletzt vor 40 Jahren. Das erhöht den Druck auf die US-Notenbank, kommende Woche mit einer Leitzinserhöhung gegenzusteuern.

Von Arthur Landwehr, ARD-Studio Washington

Die Inflation in den Vereinigten Staaten hat den höchsten Stand seit 40 Jahren erreicht. Um 0,8 Prozent stiegen die Verbraucherpreise im Februar im Vergleich zum Januar. Gegenüber dem Vorjahr bedeutete das eine Teuerungsrate von 7,9 Prozent. Das war mehr als Experten erwartet hatten und noch einmal 0,4 Prozentpunkte höher als im Januar.

Arthur Landwehr ARD-Studio Washington

Preistreiber Energie

Besonders stark stiegen wieder die Preise für Lebensmittel und vor allem für Energie, obwohl der explodierende Ölpreis infolge des Ukraine-Kriegs noch keinen Effekt hatte. Benzin war im Februar 38 Prozent teurer als vor einem Jahr, Gebrauchtwagen 41 Prozent, Lebensmittel acht Prozent.

Blickt man auf die Kerninflation und rechnet damit die stark schwankenden Preise für Lebensmittel und Energie aus der Inflationsrate heraus, stiegen die Preise um 6,4 Prozent. Auch das der höchste Wert seit 1982. 

Zinsanhebung der Fed steht bevor

Die Februar-Inflation wird in den USA besonders beachtet, weil die US-Notenbank Federal Reserve in der kommenden Woche über ihre künftige Zinspolitik entscheiden wird. Dass sie den Leitzins anheben wird, gilt als sicher. Das hatten auch die jüngsten Aussagen von Notenbank-Chef Jerome Powell deutlich gemacht. Offen ist, ob sie einen größeren Zinsschritt von mehr als 0,25 Prozentpunkten gehen wird, um der Inflation etwas entgegenzusetzen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 10. März 2022 um 17:05 Uhr.