Benzinkatalysator | picture alliance /

Wachsende Branche Milliardengeschäft mit dem Umweltschutz

Stand: 23.06.2021 10:45 Uhr

Der Umweltschutz wird immer mehr zum Wirtschaftsfaktor, besonders im verarbeitenden Gewerbe. Laut Statistischem Bundesamt steigen die Umsätze, Hunderttausende Jobs sind in Deutschland entstanden.

Umwelt- und Klimaschutz erweisen sich Industrie und Dienstleister zunehmend zu einem lukrativen Geschäft. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, erzielte die Branche 2019 einen Umsatz von 73,6 Milliarden Euro, 3,1 Prozent mehr als im Jahr davor.

Drei Viertel davon wurde im Verarbeitenden Gewerbe erzielt, allen voran im Maschinenbau (22,1 Milliarden Euro), gefolgt von elektrischen Ausrüstungen (6,5 Milliarden Euro) sowie der Herstellung von Autos, Lkw oder Bussen - und Teilen hierfür (5,8 Milliarden Euro).

Besonders kräftig zugelegt hat dabei der Bau und die Wartung von Apparaten für die Luftreinhaltung. Hier kletterten die Umsätze um mehr als ein Drittel auf 10,5 Milliarden Euro. Dabei handelte es sich überwiegend um Produkte für die Abgas- und Abluftbehandlung, etwa Katalysatoren. Für den Bereich Elektromobilität (beschränkt auf Pkw, Lkw und Busse) wurden im Jahr 2019 Umsätze in Höhe von 2,5 Milliarden Euro gemeldet, 24 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Über 300.000 Beschäftigte

Für Milliardengeschäfte sorgten auch energiesparende Antriebs- und Steuerungstechniken, der Bau von Onshore-Windkraftanlagen, die Wärmedämmung von Gebäuden sowie die Sanierung und der Neubau von Kanalisationssystemen.

Die wachsende Bedeutung des Umweltschutzes für die deutsche Wirtschaft führt auch zum Aufbau neuer Arbeitsplätze, sogenannter "Green Jobs". Die Zahl der Beschäftigten, die Waren oder Dienstleistungen in der Branche beisteuerten, lag im Jahr 2019 bei 305.000. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl um knapp 16.000. Mehr als zwei Drittel der Arbeitnehmer in der Branche waren in Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes tätig.

Über dieses Thema berichtete B5 aktuell am 23. Juni 2021 um 10:15 Uhr.