Agentur für Arbeit  | picture alliance/dpa

Corona-Folgen Krise kostet Arbeitsagentur 52 Milliarden

Stand: 18.11.2021 10:18 Uhr

Die Corona-Pandemie hat bei der Bundesagentur für Arbeit bislang Kosten in Höhe von 52 Milliarden Euro verursacht. Damit sind ihre Rücklagen fast aufgebraucht.

Die Bundesagentur für Arbeit hat während der Corona-Pandemie bislang rund 52 Milliarden Euro ausgegeben. Der Großteil der Ausgaben entfiel auf die Finanzierung des Kurzarbeitergeldes in den Pandemiejahren 2020 und 2021 mit rund 24 Milliarden Euro. Auch die Kosten für Sozialleistungen und das pandemiebedingte Arbeitslosengeld waren immens, sagte Christiane Schönefeld, Mitglied im Vorstand der Bundesagentur für Arbeit.

Um die Ausgaben zu finanzieren, sei die Rücklage der Bundesagentur in Höhe von rund 26 Milliarden Euro fast komplett aufgebraucht worden, sagte Schönefeld. Der Bund hatte die Agentur zur Finanzierung der Corona-Folgen mit rund 24 Milliarden Euro unterstützt.

Agentur braucht auch im kommenden Jahr Unterstützung

Die Behörde rechnet damit, auch im kommenden Jahr auf Unterstützung des Bundes angewiesen zu sein, und hofft auf einen Zuschuss von rund einer Milliarde Euro. In der vergangenen Woche bezifferte sie ihre voraussichtlichen Ausgaben für 2022 auf 38 Milliarden Euro, bei Einnahmen von 37 Milliarden Euro.

Voraussetzung dafür sei allerdings, dass es keinen weiteren Lockdown gebe, so Schönfeld: Eine weitere flächendeckende Schließung könnte zu einer neuen Kurzarbeits-Welle führen und die Lücke im Haushalt damit vergrößern.

Finanzierung aus Beitragseinnahmen

Normalerweise werden die Ausgaben der Bundesagentur vollständig aus Beitragseinnahmen finanziert, die Pandemie sorgte allerdings für deutliche Mehrausgaben. Die Behörde hofft, im kommenden Jahr wieder Ausgaben auf Vorkrisenniveau zu haben.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 18. November 2021 um 11:00 Uhr.