Rohre sind an einem Standort der nationalen US-Ölreserven in Freeport zu sehen | REUTERS

Bericht über US-Reserven Ölpreise sinken deutlich

Stand: 31.03.2022 08:55 Uhr

Die Ölpreise fallen stark. Auslöser sind offenbar Berichte, wonach US-Präsident Joe Biden in Erwägung zieht, in den nächsten Monaten eine Million Barrel pro Tag aus den US-Ölreserven freizugeben.

Nach Berichten über eine mögliche Freigabe von einer Million Barrel pro Tag aus den US-Ölreserven durch US-Präsident Joe Biden hat sich Rohöl deutlich verbilligt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte WTI fiel um mehr als fünf Prozent und lag am frühen Morgen bei 102,20 Dollar. Der Preis für die ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent fiel um mehr als vier Prozent auf 108,65 Dollar.

Die USA hatten Anfang des Monats wegen des Ukraine-Kriegs ein Embargo gegen russisches Öl erlassen und den Import verboten. Dies trieb die Preise in die Höhe und verstärkte den Druck auf die Inflation weltweit, die sich bereits auf dem höchsten Stand seit mehreren Jahrzehnten befindet.

China verstärkt Abwärtsdruck

Die Sorge wegen der Nachfrage in China aufgrund des Corona-Lockdowns in der Wirtschaftsmetropole Shanghai sorgten hingegen für Druck auf die Preise. Dieser wurde außerdem durch Markterwartungen über die angekündigten Pläne des US-Präsidenten zur Senkung der Benzinpreise verstärkt. SU-Medienberichten zufolge erwägt die Biden-Regierung, in den kommenden Monaten insgesamt bis zu 180 Millionen Barrel aus der strategischen Ölreserve freizugeben, um zu sinkenden Preisen beizutragen

Opec-Treffen

Das Ölkartell Opec wird heute mit Russland und anderen wichtigen Ölproduzenten zu ihrem monatlichen Treffen zusammenkommen. Es wird erwartet, dass die Länder trotz der sich verschärfenden Energiekrise die Produktion voraussichtlich nicht um mehr als die bereits angekündigten 400.000 Barrel erhöhen werden.

Über dieses Thema berichtete BR24 Aktuell am 31. März 2022 um 09:07 Uhr.