Passanten laufen in einer Einkaufsstraße | dpa

Verstärkte Engpässe Einzelhandel kämpft mit Lieferproblemen

Stand: 22.12.2021 09:27 Uhr

Viele Einzelhändler stehen kurz vor Weihnachten vor einer doppelten Belastungsprobe: Die globalen Lieferengpässe dünnen das Sortiment weiter aus - und Kunden sind wegen Omikron zurückhaltend.

Ausgerechnet während des umsatzstarken Weihnachtsgeschäfts haben sich die Lieferprobleme im Einzelhandel noch einmal deutlich verschärft. In der monatlichen Umfrage des ifo-Instituts gaben 81,6 Prozent der Einzelhändler an, dass nicht alle ihre bestellten Waren im Dezember geliefert werden konnten. Im November waren es rund 78 Prozent gewesen.

Damit steht der Einzelhandel vor einer doppelten Belastung, erklärt Umfrageleiter Klaus Wohlrabe: "Händler können nicht alle Produkte anbieten. Und Kunden sind angesichts der hohen Inzidenzen zurückhaltend beim Einkaufen." Denn die Angst vor einer Ansteckung mit der neuen Corona-Variante Omikron und die 2G-Regeln belasten das Weihnachtsgeschäft.

Elektronik ist nur schwer lieferbar

Besonders belastet von der Situation sind demnach Händler von elektronischen Haushaltsgeräten und Unterhaltungselektronik. Der globale Halbleitermangel belastet die Produktion von Elektronik bereits seit Monaten, Hersteller von Spielekonsolen etwa sind seit Monaten mit der Produktion in Verzug.

Bei Spielwarenhändlern hat sich die Lage dagegen ein wenig entspannt. Trotzdem berichten dort weiter 77 Prozent der Einzelhändler von ausbleibenden Lieferungen. Die wenigsten Schwierigkeiten mit Lieferungen haben im Vergleich die Bekleidungsgeschäfte. Dennoch kommen auch dort bei 62,6 Prozent der Geschäfte nicht alle bestellten Waren an.

Über dieses Thema berichtete MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir am 05. November 2021 um 10:00 Uhr.