Brennende Gasfackel vor Ölpumpen

Sinkende Nachfrage IEA rechnet mit Öl-Überschuss

Stand: 14.12.2021 13:58 Uhr

Die Internationale Energieagentur rechnet für das kommende Jahr nicht mehr mit einer Ölknappheit. Gleichzeitig belasten Corona-Sorgen um die neuen Omikron-Variante die Preise.

Die Internationale Energieagentur (IEA) rechnet nicht mehr mit Ölknappheit. Im Gegenteil: Schon jetzt sei ein Überschuss an Erdöl festzustellen, der sich im kommenden Jahr weiter ausweiten werde, erklärte die IEA in Paris. Die IEA ist eine Kooperationsplattform, die sich mit Energietechnologien beschäftigt.

Schon jetzt sei ein Überschuss an Erdöl festzustellen, der sich im kommenden Jahr ausweiten werde, erklärte die Agentur. Die dringend benötigte Entspannung für die belasteten Rohölmärkte sei unterwegs. Schon in diesem Monat werde das weltweite Ölangebot die globale Nachfrage übersteigen.

Omikron belastet die Erholung

Das Angebot profitiere von einer wachsenden Förderung des Ölverbunds Opec+, der Freigabe strategischer Reserven durch große Volkswirtschaften und einer steigenden Produktion in den USA, Kanada und Brasilien. Die Nachfrage hingegen werde durch einen geringeren Kerosinverbrauch im Flugverkehr gedämpft. Die vielerorts steigenden Corona-Infektionen dürften die Erdölnachfrage zwar bremsen, nicht jedoch komplett abwürgen, erwartet die IEA.

Heute legten die Ölpreise nach Einbußen im frühen Handel leicht zu: Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 74,61 US-Dollar, also etwas mehr als am Vortag. In den vergangenen Tagen war der Handel am Erdölmarkt anfällig für Schwanken. Zwar holten die Rohölpreise etwa die Hälfte ihres Rückgangs vom November bereits wieder auf. Doch die Sorge vor den Auswirkungen der neuen Corona-Variante Omikron belastet die Erholung und sorgt für Vorsicht an den Finanz- und Rohstoffmärkten.