Auf einer Stele ist das Logo der Bundesagentur für Arbeit zu sehen | dpa

Erwerbstätigkeit steigt Erholung auf dem Arbeitsmarkt

Stand: 16.11.2021 11:52 Uhr

Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland ist im Sommer weiter gestiegen. Gleichwohl ist der Stand noch immer deutlich unter dem Niveau vor der Corona-Krise.

Die Zahl der Beschäftigten liegt trotz eines weiteren Anstiegs immer noch deutlich unter dem Vorkrisenniveau. Im Sommerquartal zwischen Juli und September gab es 45,1 Millionen Erwerbstätige in Deutschland, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das waren 0,7 Prozent mehr als im Frühjahr. Auch wenn man die Daten saisonal bereinigt, also typische jahreszeitliche Schwankungen herausrechnet, gab es einen kräftigen Anstieg um 169.000 Personen oder 0,4 Prozent.

Damit lag die Zahl der Erwerbstätigen aber immer noch unter dem Vorkrisenniveau: "Saisonbereinigt waren 370.000 Personen weniger erwerbstätig als im vierten Quartal 2019, dem letzten Quartal vor der Corona-Krise", berichten die Statistiker.  

Dienstleister sorgen für Schwung

Zum Anstieg der Beschäftigung im Sommer trugen vor allem Dienstleister bei. Hier stieg die Erwerbstätigenzahl binnen Jahresfrist um 303.000, also um 0,9 Prozent. Die größten absoluten Beschäftigungsgewinne hatten dabei die öffentlichen Dienstleister, Erziehung und Gesundheit mit 261.000 Personen, einem Plus von 2,3 Prozent. Einen größeren Beschäftigungsrückgang verzeichneten dagegen Handel, Verkehr und Gastgewerbe mit minus 106.000 Personen, was einem Minus von 1,1 Prozent entspricht.

Im produzierenden Gewerbe sank die Erwerbstätigenzahl verglichen mit dem Vorjahr um 46.000 Personen, also um 0,6 Prozent. Das Baugewerbe erzielte aber einen Beschäftigungsgewinn von plus 1,2 Prozent um 32.000 Personen.

Die relative Erholung am Arbeitsmarkt wurde von einem Zuwachs an sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung getragen. Größere Beschäftigungsverluste gab es dagegen sowohl bei der Zahl der Geringverdiener und kurzfristig Beschäftigten als auch bei Selbstständigen.