Das Symbol der Bundesagentur für Arbeit auf einem Smartphone. | imago images / photothek

Aufholeffekte schwächer Arbeitslosenzahl geht langsamer zurück

Stand: 25.11.2021 13:16 Uhr

In den kommenden Monaten dürfte die Arbeitslosigkeit weniger stark abnehmen. Der Trend seit dem vergangenen Sommer zu einem starken Rückgang der Erwerbslosenzahlen schwächt sich voraussichtlich ab.

Der deutsche Arbeitsmarkt wird sich in der nächsten Zeit weniger dynamisch erholen als zuletzt. Darauf deutet eine neue Untersuchung hin. Der Frühindikator des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sank im November um 0,8 auf 104,0 Punkte. Das war der dritte Rückgang in Folge. Dennoch liegt das Arbeitsmarktbarometer damit noch im überdurchschnittlichen Bereich.

Es beruht auf einer Umfrage unter allen Arbeitsagenturen in Deutschland bezüglich ihrer Erwartungen für die nächsten drei Monate. Bei einer besonders schlechten Entwicklung am Arbeitsmarkt würde er bei 90, bei einer extrem guten bei 110 Punkten liegen.

Kein Corona-Rückschlag erwartet

“Nach Einschätzung der Arbeitsagenturen wird sich die Aufwärtsentwicklung am Arbeitsmarkt etwas abkühlen", sagte Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen. Die Arbeitsmarktexperten erwarteten in der vierten Corona-Welle aber derzeit keinen größeren Rückschlag.

"Der Rückgang der Arbeitslosigkeit wird deutlich an Schwung verlieren. Das liegt auch daran, dass der Vorkrisenwert nicht mehr so weit weg ist und der Abbau der im Zuge der Krise gestiegenen Langzeitarbeitslosigkeit stockt", sagte Weber. Der Beschäftigungsausblick bleibe aber weiterhin sehr positiv und erreiche ähnlich hohe Werte wie in guten Zeiten vor der Krise.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 30. November 2021 um 11:00 Uhr.