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Zahlen sinken erneut Weniger Arbeitslose im März

Stand: 31.03.2022 10:19 Uhr

Die Effekte des Ukraine-Kriegs haben noch keine Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt: Die Zahl der Menschen ohne Job sank im März weiter auf 5,1 Prozent. Hauptgründe sind die Frühjahrsbelebung und die Corona-Lockerungen.

Der Ukraine-Krieg und damit verbundene Lieferprobleme und hohe Energiepreise zeigen auf dem deutschen Arbeitsmarkt nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) bisher kaum Spuren. Im März ging die Arbeitslosenzahl um 66.000 auf 2,362 Millionen zurück. Das waren 465.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 5,1 Prozent.

Corona-Lockerungen zeigen Wirkung

Der Rückgang der Arbeitslosenzahl fiel damit etwas stärker aus als sonst mit Beginn der Frühjahrsbelebung üblich. Unter Herausrechnung der jahreszeitlichen Schwankungen ging die Erwerbslosenzahl laut BA um 18.000 zurück. Der Arbeitsmarkt erhole sich auch weiter von den Folgen der Corona-Pandemie. "Durch die Lockerungen und die beginnende Frühjahrsbelebung steigt die Beschäftigung", sagte BA-Vorstand Daniel Terzenbach in Nürnberg.

Allerdings belasteten die Gefahren, die von einer weiteren Eskalation des Kriegs in der Ukraine ausgehen, und drohende Engpässe von Öl oder Gas die weitere wirtschaftliche Entwicklung.

Kurzarbeit stabil

Die Kurzarbeit in Deutschland ist bisher weitgehend stabil. Zwischen 1. und 27. März hätten Betriebe für 113.000 Menschen konjunkturelle Kurzarbeit beantragt. Für den Februar hatte die Bundesagentur Anzeigen für rund 200.000 Menschen registriert. Normalerweise wird für weniger Menschen Kurzarbeit in Anspruch genommen als beantragt. Daten zur tatsächlich in Anspruch genommenen Kurzarbeit liegen bei der Bundesagentur bis Januar vor. Damals wurde für 654.000 Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Für den Dezember 2021 ging die Bundesagentur bisher von Zahlungen für 614.000 Menschen aus.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 31. März 2022 um 10:03 Uhr.