Flugzeuge von KLM | Bildquelle: REUTERS

Airline erhält Staatshilfe Milliardenkredit für KLM

Stand: 26.06.2020 11:10 Uhr

Die Niederlande unterstützen die Fluggesellschaft KLM mit staatlicher Hilfe in Höhe von 3,4 Milliarden Euro. Das Rettungspaket soll angesichts der Corona-Krise die Zukunft der Airline sichern.

Die niederländische KLM Royal Dutch Airlines bekommt staatliche Kredite in Höhe von insgesamt 3,4 Milliarden Euro. Der Verwaltungsrat der Fluggesellschaft habe ein Unterstützungspaket der Niederlande akzeptiert, teilte KLM mit.

Wegen der Pandemie befinde sich die Fluggesellschaft in einer beispiellosen Krise, erklärte KLM-Chef Pieter Elbers. Das Finanzierungspaket sei notwendig, um die Erholung des Konzerns zu sichern.

Air France-KLM bekommt insgesamt zehn Milliarden Euro

Damit kann der Luftfahrtkonzern Air France-KLM in der Corona-Krise mit Finanzhilfen von insgesamt über zehn Milliarden Euro rechnen, die direkt vom Staat kommen oder staatlich abgesichert werden. Frankreich stützt die Schwestergesellschaft Air France mit sieben Milliarden Euro.

Die Hilfen für Air France setzen sich ebenso wie die für KLM aus Kreditbürgschaften und Direktkrediten zusammen. Der französische Staat hat die Finanzhilfen an eine gesteigerte Rentabilität geknüpft und verlangt eine deutlich bessere CO2-Bilanz. Frankreich und die Niederlande halten jeweils 14 Prozent an Air France-KLM.

KLM verpflichtete sich im Gegenzug für die staatlichen Hilfen, Dividendenzahlungen an die Aktionäre auszusetzen, bis die Darlehen zurückgezahlt sind. Die staatliche Hilfe muss noch von der Europäischen Kommission und dem niederländischen Parlament abgesegnet werden.

Ähnliche Unterstützung wie bei der Konkurrenz

Der Konkurrent Lufthansa erhält insgesamt neun Milliarden Euro staatliche Unterstützung. Die Aktionäre hatten dem Rettungspaket am Donnerstag zugestimmt. Für ihre Tochterunternehmen bekommt die Lufthansa darüber hinaus auch Geld von den Regierungen der Schweiz, Österreichs und Belgiens. Gegen die staatlichen Hilfen für die nationalen Fluggesellschaften klagt der Wettbewerber Ryanair mit Sitz in Irland.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk in den Nachrichten am 26. Juni 2020 um 11:00 Uhr.

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